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NASA veröffentlicht spektakuläres Album mit "Klängen des Universums"

“Cosmic Cliffs” in the Carina Nebula (NIRCam Image)
“Cosmic Cliffs” in the Carina Nebula (NIRCam Image) Copyright NASA’s James Webb Space Telescope
Copyright NASA’s James Webb Space Telescope
Von Camille Bello
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Um diese Frage zu beantworten, verwandelt das Sonification Project der NASA Daten, die in den Weiten des Universums gesammelt wurden, in Klänge - die sogar wie Symphonien anhören können.

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Wie würden sich die Tiefen unserer Galaxie anhören, wenn wir ihre Melodie hören könnten?

Um diese Frage zu beantworten, hat das Sonification Project der NASA Daten, die in den Weiten des Universums gesammelt wurden, in Klänge - und sogar Sinfonien.

Das Projekt ist Teil der Bemühungen der US-Raumfahrtbehörde, sehbehinderten Menschen die Schönheit des Kosmos durch Klänge zu vermitteln. Kürzlich wurden 16 Datenaufführungen veröffentlicht, die den Zuhörern zum ersten Mal Audiointerpretationen der Milchstraßengalaxie und darüber hinaus bieten.

Sonifizierung von Visualisierungen: Wie wird das gemacht?

Teleskope ermöglichen es Wissenschaftlern, verschiedene Objekte in unserem Universum zu sehen, indem sie die Bilder durch verschiedene Arten von Licht filtern. Wenn man den beobachteten Objekten beispielsweise Farbe hinzufügt, kann man die verschiedenen chemischen Elemente erkennen, die Teil der beobachteten Phänomene sind. Ohne Teleskope oder Bildverarbeitung wären die visuellen Darstellungen, die den Kosmos erklären, für uns nicht sichtbar.

Die Sonifikation funktioniert nach demselben Prinzip, aber mit einer anderen Art der Verarbeitung, und die Technik beinhaltet, kurz gesagt, die Übersetzung von Informationen in eine Art von Klang.

Daten sind Daten, und ihr Output kann viele Formen annehmen: atemberaubende Fotos, 3D-Drucke, Virtual-Reality-Anwendungen oder, wie in diesem Fall, Töne.

"Dies ist ein Übersetzungsprozess, bei dem wir Entscheidungen treffen, aber wir lassen uns von der Wissenschaft leiten", so Kimberly Arcand, Projektleiterin am Chandra-Röntgenobservatorium der NASA, in einem Interview mit Universe Unplugged, einem Projekt im Rahmen der NASA-Initiative Universe of Learning.

Für das Projekt Universe of Sound nahmen Arcand und ihr Team von Visualisierungswissenschaftler:innen digitalisierte tatsächliche Beobachtungsdaten von Teleskopen, die sie in Frequenzen übersetzten, die vom menschlichen Ohr gehört werden können.

Die Sonifikationen kombinieren die Ergebnisse von Teleskopen wie dem Chandra-Röntgenobservatorium der NASA, dem Hubble-Weltraumteleskop und dem James-Webb-Weltraumteleskop zu einer "Art Symphonie, in der jedes sein eigenes Instrument spielt", erklärte der Astrophysiker und Musiker Matt Russo in demselben Interview.

Da die verschiedenen Teleskope unterschiedliche Lichtebenen einfangen - optische, Infrarot- und Röntgenstrahlung - stellt jedes von ihnen "ein anderes Instrument" dar, sagte er.

Bei einigen Visualisierungen wurde die Zeit - also die Zusammensetzung der Klänge - vertikal interpretiert, bei anderen horizontal.

Die verschiedenen Formen und Strukturen im Bild bestimmen dabei die Tonhöhe der einzelnen Klänge. So konnten beispielsweise helle Lichter in der Nähe des Bodens tiefe Töne und helle Lichter in der Nähe des oberen Randes höhere Töne darstellen. Je heller die Lichter oder die in den Bildern gescannten Strahlen waren, desto lauter war der Ton.

Nicht alle Klanginterpretationen sind gleich

Je nach Objekt und verfügbaren Daten wurden verschiedene Techniken zur Erstellung von Sonifikationen verwendet. So konnten die wissenschaftlichen Daten so dargestellt werden, wie es für das jeweilige kosmische Phänomen am sinnvollsten war.

Im Folgenden finden Sie einige unserer Lieblingssonifizierungen aus dem neuesten Album der NASA. Lesen Sie die Beschreibungen der einzelnen Youtube-Videos, um mehr über die Kompositionsentscheidungen und die Quelle der Visualisierungen zu erfahren.

Die Sonifizierung des Galaktischen Zentrums

Sonifizierung des Kugelsternhaufens

Die Krebsnebel - Sonifizierung

Die Sonifikation von M51 (auch bekannt als Whirlpool-Galaxie)

Sonifizierung des Perseus-Haufens (das Schwarze Loch im Zentrum der Perseus-Galaxie)

Seit Jahren versucht die NASA, Weltraumwissen auf innovative Weise verfügbar und zugänglich zu machen. Von Werkzeugen, die es den Menschen ermöglichen, die kosmische Landschaft mit Hilfe hochentwickelter Teleskoptechnologie in ihrem gesamten Spektrum zu erforschen, über Programme, die Grundschulkindern die Geowissenschaften näher bringen, bis hin zu Partnerschaften mit Videospielunternehmen zur Entwicklung von Lernvideospielen: Die Weltraumbehörde hat eine Vielzahl von Projekten, die uns helfen sollen, die fernen Wunder unseres Universums zu verstehen.

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