Flexibel bleiben: So will sich die Tourismusbranche für die Zukunft wappnen

Euronews sprach mit US-Schauspieler und Klimaaktivist Edward Norton
Euronews sprach mit US-Schauspieler und Klimaaktivist Edward Norton   -   Copyright  Euronews
Von Euronews

Nach vier Tagen geht der Welt-Tourismusgipfel (World Travel Tourism Coucil, WTTC) in Saudi-Arabien zu Ende. Die Teilnehmenden diskutierten über Angebot und Nachfrage, Nachhaltigkeit und steigende Reisekosten.

Als Publikumsmagnet zeigte sich der US-amerikanische Schauspieler Edward Norton, der exklusiv mit Euronews über die Wichtigkeit einer guten Ökobilanz sprach:

"Die wirkliche Herausforderung besteht darin, unser gesamtes wirtschaftliches System mit Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Das ist die Herausforderung unserer Zeit."

Wie steht es um den Tourismus in Europa?

Vor dem Hintergrund von Flugausfällen, Personalengpässen und dem Gespenst der Rezession diskutierten einige der Delegierten über die Zukunft Europas.

José Ramón Bauzá Díaz, Mitglied des Europäischen Parlaments und im Ausschuss für Verkehr und Tourismus, erklärte, dass der europäische Tourismussektor Gefahr laufe, "zurückzubleiben"drohe:

"Wir müssen eine sehr spezifische und detaillierte Strategie für den Tourismus entwickeln. Tun wir das nicht, ist das eine Gefahr, die wir uns nicht leisten können."

Europa solle darauf achten, den wiederaufkommenden Tourismus nicht als "selbstverständlich" anzusehen, dazu sei grenzüberschreitender Wissensaustausch der Schlüssel.

"Wir haben 27 verschiedene Mitgliedsstaaten, jeder von uns ist anders, aber wir müssen als Ganzes denken. Doch dafür braucht man eine politische Notwendigkeit", so Bauzá Díaz.

"Das Maß an Flexibilität erhöhen", auch für Angestellte

Der Chef der Radisson-Hotelgruppe Federico J. González sagte, die Menschen wollten bessere Angebote, um in einem derart anspruchsvollen Sektor zu arbeiten - und dazu beitragen, die schätzungsweise 126 Millionen neuen Arbeitsplätze, die in den nächsten zehn Jahren entstünden, zu besetzen:

"Wenn Sie Leute haben, die Ihnen sagen, dass die Bedingungen im Gastgewerbe schwierig sind, müssen wir kurz- als auch langfristig einen Ausgleich schaffen. Wir müssen das Maß an Flexibilität erhöhen."

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit - das sind die Schlüsselwörter in der Tourismusbranche - auch für die Zukunft.