Österreichische Stadt, die wie "Frozen" aussieht, baut einen Zaun, um Selfies zu verhindern

Die traditionellen Häuser, die Bergkulisse und der Kirchturm am See sollen als Inspiration für den Disney-Film Frozen gedient haben.
Die traditionellen Häuser, die Bergkulisse und der Kirchturm am See sollen als Inspiration für den Disney-Film Frozen gedient haben. Copyright Canva
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Von euronews
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Österreichische Stadt, die wie "Frozen" aussieht, baut einen Zaun, um Selfies zu verhindern

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Der Bürgermeister von Hallstatt erklärte gegenüber der österreichischen Presse, dass die Einwohner des Ortes einfach in Ruhe gelassen werden wollen. Die atemberaubende Kulisse der Stadt Hallstatt in den österreichischen Bergen soll die Inspiration für den Disney-Film "Frozen" gewesen sein.

Mehr als eine Million Touristen kommen jedes Jahr in den Ort, und viele wollen ein Selfie mit der berühmten Aussicht machen. So viele, dass die Stadt kürzlich einen Zaun aufstellte, um die Besucher am Fotografieren zu hindern.

REINHARD HORMANDINGER/AFP
Ein provisorischer Holzzaun versperrt teilweise die schöne Aussicht, während Besucher Selfies mit der Landschaft in der Tourismusgemeinde Hallstatt machen.REINHARD HORMANDINGER/AFP

Der Zaun wurde inzwischen aufgrund von Reaktionen in den sozialen Medien wieder entfernt, aber man hoffte, dass die Absperrung die Menschen davon abhalten würde, sich an einem beliebten Selfie-Platz zu versammeln und die Anwohner durch zu viel Lärm zu stören.

Hallstatts Bürgermeister Alexander Scheutz hat nun angekündigt, dass er an der Stelle ein Banner aufstellen will, das Touristen daran erinnert, dass in der Gegend Menschen leben.

Warum besuchen so viele Menschen Hallstatt?

Hallstatt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die traditionellen Häuser liegen vor einer dramatischen Kulisse aus Bergen und dem klaren Wasser des Hallstätter Sees.

Das österreichische Reiseziel soll auch als Inspiration für das fiktive Dorf Arendelle im beliebten Disney-Film Frozen gedient haben.

Vor der COVID-19-Pandemie besuchten jedes Jahr Millionen von Menschen den Ort, und Hallstatt war besonders bei Besuchern aus Ost- und Südostasien beliebt. Im Jahr 2006 wurde Hallstatt in einer koreanischen Fernsehsendung gezeigt, und 2011 wurde in Huizhou in der chinesischen Provinz Guangdong eine Nachbildung der Stadt errichtet.

Jetzt steigen die Zahlen wieder an, und die Stadt versucht, den Tourismus einzudämmen. Hallstatt hat bereits tägliche Obergrenzen für die Anzahl der Busse und Autos eingeführt, die in die Stadt fahren dürfen. Doch diese Obergrenzen werden regelmäßig überschritten, und Bürgermeister Scheutz erklärte gegenüber der österreichischen Presse, dass die Einwohner einfach in Ruhe gelassen werden wollen.

Hallstatt ist nicht das einzige europäische Reiseziel, das Touristen davon abhalten will, für Selfies zu posieren: Die malerische Stadt Portofino an der italienischen Riviera hat Halteverbotszonen eingeführt. Wer zwischen 10.30 und 18 Uhr zu lange am Kai steht, riskiert ein Bußgeld von rund 270 Euro.

Damit soll verhindert werden, dass sich große Gruppen von Touristen auf der Mole versammeln, um Fotos vor den bunten Gebäuden von Portofino zu machen. Die nur 400 Einwohner zählende Stadt wird manchmal von bis zu 10 000 Touristen überschwemmt, was zu überfüllten Straßen und Staus führt.

Die Halteverbotszonen bleiben bis zum Ende der Ferienzeit am 15. Oktober in Kraft.

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