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Vor dem Nationalfeiertag: Wie sicher ist eine Reise nach Frankreich?

Polizeibeamte vor dem Arc de triomphe de l'Étoile in Paris
Polizeibeamte vor dem Arc de triomphe de l'Étoile in Paris Copyright AP Photo/Christophe Ena
Copyright AP Photo/Christophe Ena
Von Euronews Travel
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

In vielen Städten Frankreichs kam es zuletzt zu gewalttätigen Protesten. Können Reisen in das Land jetzt wieder gefahrlos durchgeführt werden?

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Die jüngsten Unruhen in Frankreich haben einige Urlauberinnen und Urlauber verunsichert, was ihre bevorstehenden Reisen in das Land betrifft.

Nach den tödlichen Schüssen auf den 17-jährigen Nahel Merzouk bei einer Verkehrskontrolle durch die Polizei am 27. Juni kam es in Paris und anderen Großstädten zu nächtlichen, gewalttätigen Protesten. Am Wochenende vom 1. und 2. Juli wurden 850 Menschen festgenommen. Seitdem scheinen die schwersten Unruhen abgeklungen zu sein.

Es gibt jedoch Befürchtungen, dass sie wieder aufflammen könnten, nachdem ein friedlicher Demonstrant am vergangenen Samstag von der Polizei zu Boden gebracht und verletzt wurde, so dass er die Nacht im Krankenhaus verbringen musste. Youssouf Traoré nahm an dem jährlichen Marsch in Paris teil, um seines Bruders Adama zu gedenken, der 2016 in Haft starb.

Die Polizei ist besonders besorgt, dass die Spannungen während des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli wieder aufflammen könnten.

Am Sonntag erst hatte die Regierung den Verkauf, den Besitz und das Abfeuern von Feuerwerkskörpern im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag verboten. Feuerwerkskörper waren bei den gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei eingesetzt worden. Das Verbot gilt bis zum 15. Juli.

Der Tod von Nahel hat die seit langem schwelende Wut über die Polizeiarbeit und die rassistische Profilierung in Frankreichs einkommensschwachen und multiethnischen Vorstädten entfacht. Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordzahl von 13 Menschen bei Verkehrskontrollen getötet. Die meisten von ihnen waren schwarz oder hatten einen arabischen Migrationshintergrund.

In Paris, Marseille, Lyon, Grenoble, Lille und Toulouse schlugen die jüngsten Demonstrationen in Gewalt um. Es kam zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei, Autos wurden angezündet und Geschäfte geplündert.

Seit rund einer Woche ist es jedoch zu keinen weiteren Zwischenfällen mehr gekommen.

CHRISTOPHE SIMON / AFP
Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei in MarseilleCHRISTOPHE SIMON / AFP

Kommt es in Frankreich immer noch zu Ausschreitungen?

Rund 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens besuchen jedes Jahr Frankreich. Die britische Regierung rät jedoch Urlaubern seit dem 10. Juli, dass sie die Entwicklungen in den Medien verfolgen sollten. Zudem sollte man sich bei den Reiseveranstaltern über die neuesten Hinweise informieren und die Ratschläge der Behörden befolgen.

Auch das Auswärtige Amt rät Urlauberinnen und Urlaubern, sich zu informieren und Gebiete zu meiden, in denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen kann. Man empfiehlt die Nutzung der App "Sicheres Reisen", um über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

Damit folgt das Auswärtige Amt einer Sicherheitswarnung des US-Außenministeriums vom vergangenen Monat, das seine Bürger ebenfalls aufforderte, Unruheherde zu meiden.

Sollten Sie Ihre Reise nach Frankreich absagen?

Wenn Sie sich auf eine Reise nach Frankreich vorbereiten, besteht kein Grund, das wieder zu ändern. Auch wenn Sie je nach Situation bei Restaurant-Reservierungen und Abendplänen flexibel bleiben müssen, gibt es zu dieser beliebten Jahreszeit immer noch viel zu entdecken.

Das Schöne an einer Großstadt ist, dass es immer verschiedene Möglichkeiten gibt, während kleinere Touristenorte an der Côte d'Azur und anderswo weitgehend verschont geblieben sind.

Es wurden keine Fälle gemeldet, in denen Bürger oder Touristen von Randalierern angegriffen wurden, die ihre Wut an Gebäuden und parkenden Autos abreagierten oder die Polizei angriffen.

Da ausländische Behörden, wie die in Großbritannien und Deutschland, nicht von Reisen nach Frankreich abgeraten haben, ist es unwahrscheinlich, dass Urlaubsanbieter eine Rückerstattung gewähren, wenn Sie sich entscheiden, nicht zu reisen. "Es ist wichtiger denn je, eine Reiseversicherung abzuschließen und zu prüfen, ob sie ausreichenden Schutz bietet", erklärte das britische FCDO (Foreign, Commonwealth and Development Office).

Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass Bahn und Fluggesellschaften flexibel sein könnten, falls die Unruhen wieder aufflammen. Auf dem Höhepunkt der Unruhen erklärte das Unternehmen Eurostar, dass Passagiere, die ihre Reise verschieben wollten, ihre Fahrkarten umtauschen könnten. Zuvor wurden die Urlauber:innen gewarnt, dass der Inlandsverkehr zwischen 21 Uhr und 5 Uhr "extrem eingeschränkt" sei.

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