Video

euronews_icons_loading
Israelisches Militär im Westjordanland

Palästinensische Journalistin im Westjordanland erschossen

Israelische Soldaten haben im Westjordanland eine Frau erschossen, die mit einem Messer bewaffnet war. Sie soll sich israelischen Angaben zufolge den Soldaten unweit des Al-Arub-Flüchtlingslagers genähert haben. Nach Angaben des israelischen Militärs sei durch den Schuss ein Anschlagsversuch vereitelt worden. Der Tod der 31-Jährigen wurde vom palästinensischen Gesundheitsministerium bestätigt.

Nach dem Vorfall wurde einer der Eingänge zum Lager blockiert, da Reifen in Brand gesteckt wurden.

Die Situation in der Region ist seit einigen Monaten sehr stark angespannt. In den vergangenen Wochen hat es fast täglich Razzien israelischer Sicherheitskräfte in von Palästinensern verwalteten Gebieten im Westjordanland gegeben, nachdem seit März 19 Israelis durch Angriffe von Palästinensern getötet wurden.

Auf palästinensischer Seite sind mindestens 35 Menschen von Israels Streitkräften getötet worden, darunter die palästinensisch-amerikanische Al-Jazeera-Journalistin Shirin Abu Akleh, die unbewaffnet war und ihrer Arbeit nachging.

Menschenrechtsgruppen bestätigen, dass Israel oft exzessive Gewalt gegenüber Palästinensern anwendet.