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Tragödie für ganz Spanien: 3 Tage Trauer nach dem Zugunglück von Adamuz

Nach dem Zugunglück in Adamuz in Andalusien
Nach dem Zugunglück in Adamuz in Andalusien Copyright  Manu Fernandez/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.
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Von Cristian Caraballo & Euronews
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Spaniens Regierungschef und der Verkehrsminister waren am Tag nach der Entgleisung von zwei Hochgeschwindigkeitszügen am Unglücksort in Adamuz bei Cordoba. Pedro Sanchez versprach: "Wir werden die Wahrheit herausfinden."

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat mit Verkehrsminister Óscar Puente und der Regionalpräsidentin von Andalusien, Juanma Moreno, Adamuz in der Region Córdoba besucht, wo sich am Sonntagabend das schwere Zugunglück ereignet hat. Mindestens 40 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 100 wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte: "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden." Über die Anzahl gebe es derzeit aber noch keine verlässlichen Angaben.

Viele Einwohner des kleinen Ortes Adamuz waren nach der Entgleisung der beiden Züge mit mehr als 500 Passagieren an Bord zu dem Unglücksort geeilt, um zu helfen.

"Dies ist ein Ereignis, das bei allen in Andalusien Spuren hinterlassen wird. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, aber gemeinsam werden wir sicher weiterkommen", sagte die Regionalpolitikerin Moreno und dankte den Menschen für ihre Solidarität und ihren Einsatz.

Tag des Schmerzes für Spanien

Sánchez sprach von einem Tag des Schmerzes für das ganze Land, insbesondere für die Familien der Opfer". "Wir möchten ihnen unsere Solidarität bekunden und den Krankenhauspatienten eine baldige Genesung wünschen ". Der Regierungschef betonte auch, dass "der Staat so gehandelt hat, wie er handeln muss: geschlossen".

"Es ist wahr, dass die spanische Gesellschaft sich fragt, was passiert ist. Nur die Zeit und die Arbeit der Techniker werden uns die Antwort geben. Wir werden die Wahrheit herausfinden und sie mit absoluter Transparenz der Öffentlichkeit bekannt geben", sagte der spanische Ministerpräsident.

Er wollte den Opfern und ihren Familien auch garantieren, dass "sie so lange wie nötig geschützt werden". Darüber hinaus wird der Staat drei Tage lang offiziell trauern.

Er bat die Öffentlichkeit um einen letzten Gefallen: "Wenn Sie sich informieren wollen, tun Sie dies bitte über die offiziellen Behörden sowie über verifizierte Medien. "Bei solchen Ereignissen verbreiten sich Fehlinformationen und verursachen viel Leid".

Iryo-Präsident meldet sich zu Wort

Der Präsident von Iryo, der Gesellschaft, zu der der erste entgleiste Hochgeschwindigkeitszug gehörte, Carlos Bertumeu, erklärte auf einer Pressekonferenz, der Zug seines Unternehmens sei weniger als drei Jahre alt und verfüge über "modernste Technologie". Er betonte, der Zug habe alle relevanten Inspektionen bestanden, "wobei die letzte erst vor kurzem durchgeführt wurde".

Bertumeo kündigte außerdem an, dass das Unternehmen der Untersuchungskommission zur Verfügung stehe, um die Ursachen des Unfalls zu klären "und zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt", und er habe den Behörden und den Opfern "alle Ressourcen" des Konzerns angeboten.

Der Iryo-Hochgeschwindigkeitszug war auf dem Weg nach Madrid, als er entgleiste. Mehrere Waggons stürzten auf das gegenüberliegende Gleis, so dass ein anderer Hochgeschwindigkeitszug, der von Madrid nach Huelva unterwegs war, auf den Zug aufprallte. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass mehrere Wagen einen Abhang hinabfielen.

Die Zahl der Todesopfer könnte weiter steigen, da die Rettungsteams vermuten, dass sich in den abgestürzten Wagen noch eingeklemmte Passagiere befinden könnten.

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