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Russlands Cyberchef nach Schüssen in Klinik - Wer ist der russische GRU-Offizier?

 DATEI - Das Gebäude der Hauptdirektion des Generalstabs der Streitkräfte Russlands, Moskau, Russland, 14. Juli 2018
DATEI - Das Gebäude der Hauptdirektion des Generalstabs der Streitkräfte Russlands, Moskau, Russland, 14. Juli 2018 Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Ein EU-sanktionierter GRU-Vizechef ist in Moskau niedergeschossen worden. Wladimir Aleksejew, dem unter anderem eine Rolle beim Nowitschok-Anschlag zugeschrieben wird, wurde nach Schüssen in eine Klinik gebracht. Wer ist der Täter und wen mach Moskau verantwortlich?

Ein hochrangiger russischer General und GRU-Offizier ist am Freitag in Moskau bei einem Schussangriff schwer verletzt worden. Wladimir Aleksejew wurde mehrfach angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter konnte nach ersten Berichten fliehen. Zu Motiv und möglichem Auftraggeber gibt es bislang keine offiziellen Angaben.

Russische Medien berichten, der Angreifer habe in der Nähe eines Wohnhauses auf Aleksejew gewartet und dann das Feuer eröffnet. Das russische Ermittlungskomitee leitete ein Strafverfahren wegen "versuchten Mordes" ein. Wie schwer Aleksejew verletzt ist, war zunächst unklar; mehrere Berichte sprechen von einem kritischen Zustand.

Aleksejew ist seit 2011 Erster Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, die allgemein als GRU bekannt ist. Damit gehört er zu den ranghöchsten Personen im russischen Sicherheitsapparat.

Sanktionen und Vorwürfe aus dem Westen

Die USA belegten Aleksejew 2016 mit Sanktionen. Begründet wurde das mit dem Vorwurf, er habe "böswillige Cyberaktivitäten" im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl 2016 gesteuert. Auch Großbritannien und die EU bringen ihn mit dem Nowitschok-Anschlag von Salisbury 2018 in Verbindung. Ziel waren der frühere Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter, die überlebten. Später starb jedoch eine britische Staatsbürgerin, nachdem sie mit dem Nervengift in Kontakt gekommen war.

Der Kreml verlieh Aleksejew den Titel "Held der Russischen Föderation".

Serie von Angriffen auf russische Militärs

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine sind mehrere hochrangige russische Militärangehörige bei Anschlägen in Russland getötet worden. Moskau macht dafür häufig Kyiw verantwortlich. Im Dezember wurde etwa Generalleutnant Fanil Sarvarov bei einem Autobombenanschlag getötet. Im aktuellen Fall gibt es bislang keine öffentlichen Bekenntnisse zur Verantwortung für die Tat.

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