Nach Angaben der Behörden gelangten Militärtaucher und Rettungskräfte nach dem Abpumpen des Wassers aus den überfluteten Stollen der Mine Santa Fe zu Francisco Zapata Nájera. Das Bergwerk war am fünfundzwanzigsten März eingestürzt.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach von einer „unglaublichen“ Rettung. Behördenvertreter bestätigten zudem den Tod von zwei weiteren Arbeitern und erklärten, ein weiterer Kumpel sei bereits zuvor lebend geborgen worden.
Die Rettung eines Arbeiters nach fast zwei Wochen unter Tage brachte seltene Erleichterung in einer der gefährlichsten Branchen Mexikos.
Ursache des Einsturzes war demnach ein Konstruktionsfehler, durch den Wasser in die Mine eindrang. Vier Männer wurden eingeschlossen, einundzwanzig weitere konnten fliehen. Rettungsteams waren zwei Wochen lang rund um die Uhr im Einsatz, mit Pumpen, Technikern und Unterstützung der Streitkräfte. Schließlich brachten sie den Überlebenden per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Mazatlán, zur spezialisierten Behandlung.
Der Unfall hat die Debatte über Sicherheitsstandards im mexikanischen Bergbau erneut angefacht, denn tödliche Unglücke sind dort nach wie vor häufig. Im Jahr zweitausendzweiundzwanzig kamen beim Unglück von El Pinabete im Bundesstaat Coahuila zehn Bergleute ums Leben. Bei der Explosion in Pasta de Conchos im Jahr zweitausendsechs starben fünfundsechzig Arbeiter, die bisher schwerste Bergbaukatastrophe des Landes.