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Wahl in Ungarn: Regierende Fidesz-Partei wieder klar vorn

Wahl in Ungarn: Regierende Fidesz-Partei wieder klar vorn
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Die regierende Fidesz-Partei hat die Parlamentswahl in Ungarn erneut klar gewonnen.

Laut Wahlbehörde sind über neunzig Prozent der Stimmen ausgezählt; die Partei von Regierungschef Viktor Orbán kommt demnach auf einen Anteil von 44,6 Prozent.

Das wäre um einiges weniger als bei der letzten Wahl 2010 (knapp 53 Prozent), würde aber
im Parlament doch für eine absolute Mehrheit reichen.

Das liegt an den Bedingungen des ungarischen Wahlrechts, das die stärkste Partei begünstigt.

Selbst eine Zweidrittelmehrheit wie zuletzt wäre für Fidesz gerade noch möglich.

Nach derzeitigem Stand liegt die Partei mit 132 von 199 Sitzen aber genau darunter: Die Grenze liegt bei 133 Abgeordneten.

Das Linksbündnis um die Sozialisten von der MSZP bekäme nach der bisherigen Auszählung diesmal 25,7 Prozent, nach 19 Prozent 2010. Im Parlament hätte sie 38 Sitze.

Die rechtsextreme Jobbik-Partei erhielte demnach 20,8 Prozent, noch einmal mehr als die knapp siebzehn Prozent vom letzten Mal. Das würde ihr 24 Abgeordnete bescheren.

Die grüne Partei LMP würde es mit 5,2 Prozent (nach gut sieben Prozent 2010) über die Fünfprozenthürde schaffen und wieder ins Parlament einziehen, mit fünf Abgeordneten.

Alle anderen Parteien bleiben weit unter einem Prozent.

Die Wahlbehörde teilte auch mit, nach bisherigem Auszählungsstand würde Fidesz 96 der 106 Direktmandate in den Wahlkreisen gewinnen.

Die restlichen zehn Direktmandate würden an das Linksbündnis gehen. Neun dieser zehn Wahlkreise liegen in der Hauptstadt Budapest.

Insgesamt wird das neue, stark verkleinerte Parlament regulär 199 Sitze haben. Der Rest über die 106 Sitze hinaus wird über Parteilisten vergeben.

Die Wahlbeteiligung lag laut Wahlbehörde bei sechzig Prozent.