Ein Rebellenkommando hat in der Nacht zum Donnerstag die tschetschenische Hauptstadt Grosny überfallen. Die Angreifer verschanzten sich in einem Verlagshaus und in einer Schule im Zentrum der Stadt un
Nur wenige Stunden vor Präsident Putins Rede an die Nation haben Rebellen die tschetschenische Hauptstadt Grosny angegriffen. Das Kommando hatte in der Nacht zum Donnerstag einen Polizeiposten überfallen und mindestens drei Polizisten erschossen. Danach verschanzte es sich in einem Verlagshaus und in einer Schule im Zentrum der Stadt. Es kam zu einem mehrstündigen Feuergefecht mit den Sicherheitskräften.
Mindestens neun Angreifer und zehn Polizisten wurden getötet, mindestens 28 Personen wurden verletzt. Der kremltreue Präsident der Tschetschenischen Teilrepublik, Ramsan Kadyrow, erklärte, die Angreifer hätten einen massiven Anschlag geplant. Im Internet kursierte ein angebliches Bekennervideo militanter Islamisten. Nach Ansicht von Experten ist der nächtliche Überfall auf Grosny ein schwerer Rückschlag für den Kreml. Moskau hatte in den 90er Jahren in zwei brutalen Kriegen die Bestrebungen tschetschenischer Nationalisten nach Unabhängigkeit niedergeschlagen.