Amédy Coulibaly vor Pariser Geiselnahme offenbar in Polizeikontrolle

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Von Euronews
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Coulibaly soll zehn Tage vor der Tat in eine Polizeikontrolle geraten sein, laut "Le canard enchaîné". Die Polizisten stellten fest, dass Coulibaly gesucht wurde. Sie bekamen aber keine weitere Anweis

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Der Geiselnehmer von Paris, Amédy Coulibaly, soll zehn Tage zuvor in eine Polizeikontrolle geraten sein.

Das berichtet die französische Wochenzeitung “Le canard enchaîné”.

Demnach wurde Coulibaly am 30. Dezember in Paris in einem Auto angehalten, zusammen mit seiner Freundin.

Die Polizisten stellten fest, dass Coulibaly auf einer Liste gesuchter Personen stand.

Dem Bericht zufolge informierten sie ihre Vorgesetzten sowie Antiterror-Ermittler.

Sie bekamen aber keine weitere Anweisung und ließen Coulibaly und seine Freundin weiterfahren.

Beide fuhren an jenem Tag noch nach Madrid.

Von dort aus flog Coulibalys Freundin in die Türkei, er selbst kehrte zurück nach Paris.

Dort überfiel er vorletzte Woche einen jüdischen Supermarkt, nahm Geiseln und brachte nach bisherigen Ermittlungen vier Menschen um, ebenso wie am gleichen Tag schon eine Polizistin.

Er selbst wurde bei der Befreiung der Geiseln getötet.

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