Deutlicher Anstieg von Opferzahlen unter Bootsflüchtlingen

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Von Euronews
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Fünf Särge mit Leichen von Bootsflüchtlingen werden im sizilianischen Hafen Palermo entladen. Die Opfer teilen ihr Schicksal mit mehr als 2000

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Fünf Särge mit Leichen von Bootsflüchtlingen werden im sizilianischen Hafen Palermo entladen.

Die Opfer teilen ihr Schicksal mit mehr als 2000 Leidensgenossen, die im laufenden Jahr während der Passage auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

Ein neuer trauriger Rekord: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch knapp 400 Todesopfer weniger zu beklagen.

Registriert wurden die Flüchtlingszahlen von der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Nach deren Erkenntnissen kamen die meisten Menschen während der Passage von Libyen nach Italien ums Leben.

IOM-Sprecher Flavio di Giacomo sagte:

“Viele Migranten sterben unter Deck. Tragischerweise geht vielen das Wasser aus. Sie verdursten einfach. Die meisten Migranten sterben auf den Booten. Vor allem Migranten aus Schwarzafrika werden oft im Frachtraum in der Nähe zum Maschinenraum zusammengepfercht. Dort sind keine Fenster. Man kann sehr leicht durch das Einatmen von Rauch und Abgasen zu Tode kommen.”

Der Weg über das Mittelmeer sei die gefährlichste Route für Menschen, die ihre Heimat in der Hoffnung auf ein besseres Leben verließen.

Übersetzung: Über 2000 Migranten starben im Jahr 2015. 1930 von ihnen auf dem Weg nach Italien

+2000 migrants morts en #Méditerranée en 2015 dont 1930 en route vers l’Italie http://t.co/C9PRllfgoXpic.twitter.com/6Vkjf5ENsm

— IOM (@IOM_news) 4 Août 2015

Over 2,000 #asylum#seekers & #migrants have drowned so far this year trying to reach the EU http://t.co/7Ic15K2GPOpic.twitter.com/mXKVdANzNy

— Gerry Simpson (@GerrySimpsonHRW) 4 Août 2015

Als positiv bewertet die Hilfsorganisation die Ausweitung der EU-Grenzschutzmission “Triton”, deren Budget nach einem Flüchtlingsdrama mit mehreren Hundert Toten im April verdreifacht worden war. Auch deutsche Schiffe beteiligen sich an den Rettungseinsätzen im Mittelmeer.

Den IOM-Angaben zufolge sind in diesem Jahr bislang 188.000 Menschen auf dem Mittelmeer in Sicherheit gebracht worden.

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