Nach Putsch in Burkina Faso: Militär kündigt Freilassung des Präsidenten an

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Von  mit Reuters/AP/DPA/ANSA
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Mindestens zehn Tote vermutet. Militär verhängt Ausgangssperre

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Demonstrationen und Straßenkämpfe nach dem Militärputsch im westafrikanischen Burkina Faso haben offenbar mindestens drei Todesopfer gefordert, die italienische Nachrichtenagentur ANSA spricht von mindestens zehn Opfern. Augenzeugen berichten von Schüssen des Militärs, das weitere Proteste anscheinend verhindern möchte.

“Wir haben eine Ausgangssperre von 19 Uhr bis 6 Uhr früh verhängt”, sagte Mamadou Bamba, Sprecher der Präsidentengarde, im Fernsehen. Außerdem kündigte er an, die Grenzen des Landes bis auf weiteres zu schließen.

“Kleine Gruppe” von Putschisten

Am Mittwoch hatten Mitglieder der Präsidentengarde die Übergangsregierung gestürzt und unter anderem den Übergangspräsidenten Michel Kafando gefangengenommen. Der Kopf des Übergangsparlaments sprach von einer “kleinen Gruppe” Putschisten und erklärte sich selbst bis zur Freilassung von Präsident Kafando zum Interimsführer. UN-Generalsekretär Ban verlangte einen Beweis für die Gefangennahme und mahnte die Einhaltung der Menschenrechte an.

Der Anführer der Präsidentengarde, General Gilbert Diendéré, kündigte unterdessen an, die gefangenen Politiker freizulassen: “Wir wollen nicht an der Macht bleiben”, sagte er und warb um Verständnis für den Staatsstreich. “Wir wissen, dass ein Putsch von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt wird.” Das Volk solle ruhig bleiben, so dass der Weg zu demokratischen Wahlen fortgesetzt werden könne, so Diendéré.

Weitere InformationenHunger, Militär und Putsche: politische Geschichte Burkina Fasos

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