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Kurdenkonflikt bei dm: Spendenaktion und Boykottaufruf

Kurdenkonflikt bei dm: Spendenaktion und Boykottaufruf
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Der Drogeriemarkt dm in Troisdorf bei Köln hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, mit der die Kurdische Gemeinschaft Rhein Sieg Bonn e.V. unterstützt werden soll. Dieser Verein will mit dem gesammelten Geld Lebensmittel zu Flüchtlingen im Norden des Irak bringen. Im vergangenen Januar hatte schon die Arbeiterwohlfahrt Winterkleidung in dieses Gebiet nördlich von Mosul transportiert. Bei den Menschen, für die gespendet werden soll, handelt es sich um vor allem um Jesiden, aber auch Christen, die aus dem Sindschar-Gebirge geflohen sind, das auch Shingal genannt wird. Dort kämpfen weiter jesidische Einheiten, aber auch Kurden gegen die IS-Terrormiliz.

Doch jetzt hat sich dm den Zorn von nationalistischen Deutschtürken auf sich gezogen, die behaupten, die Drogeriekette unterstütze mit ihrer Aktion die kurdische Terrororganisation PKK. Die kurdischen Kampfeinheiten in Syrien und im Irak haben nämlich Verbindungen zur PKK.


Auf Twitter kündigen einige an, dass sie nicht mehr bei dm einkaufen wollen.


Am Samstag wollte auch Rupert Neudeck an der Kasse sitzen, der durch seine Hilfsorganisation Cap Anamur bekannt ist. Bisher hält dm an der Spendenaktion fest – und erhält dafür auch Lob.



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