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Ende der Märchen: FIFA gibt offiziell Bestechung bei WM-Vergaben zu und will Geld zurück

Ende der Märchen: FIFA gibt offiziell Bestechung bei WM-Vergaben zu und will Geld zurück
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Die FIFA fordert erstmals Korruptionsgelder von Ex-Funktionären des Fußball-Weltverbands zurück und gesteht Bestechung bei der Vergabe der Weltmeisterschaften in Frankreich und Südafrika ein.

Die FIFA will das Geld zurück, und wir sind entschlossen, es zu bekommen, egal, wie lange es dauern wird.

Die Vergabe der WM 1998 an Frankreich in der Amtszeit von Sepp Blatter ist offenbar ebenso durch Stimmenkauf zustande gekommen – wie die von Blatter mit gespielter Überrraschung verkündete WM 2010 in Südafrika.
Schon im Sommer 2015 hatte ein Kronzeuge Ähnliches erklärt.

Von den im US-Verfahren beschuldigten Ex-Funktionären verlangt die FIFA insgesamt mehr als 28 Millionen US-Dollar zurück, die als Gehälter, Boni etc gezahlt wurden.
Unter den Angeklagten sind der ehemalige FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner und Jeffrey Webb.

“Der Schaden, der durch die Habgier der Angeklagten angerichtet wurde, kann nicht übertrieben dargestellt werden”, heißt es in dem offiziellen Schreiben der FIFA.

Die Tatsache, dass die FIFA erstmals eingesteht, dass die Vergabe von Fussball-Weltmeisterschaften gekauft wurde, gilt als Teil der Aufräum-Aktion des Blatter-Nachfolgers und neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino. Läutet der neue Chef das Ende der Märchen ein, das mit den Ermittlungen zum Sommermärchen der WM 2006 in Deutschland begonnen hatte? Infantino sagte: “Die FIFA will das Geld zurück, und wir sind entschlossen, es zu bekommen, egal, wie lange es dauern wird.”

Im Internet gibt es auch viel Spott über die FIFA.