Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Jubel in Paris: Australien vergibt milliardenschweren U-Boot-Deal an Frankreich

Access to the comments Kommentare
Von Alexandra Leistner  mit dpa, reuters
euronews_icons_loading
Jubel in Paris: Australien vergibt milliardenschweren U-Boot-Deal an Frankreich

Die australische Regierung hat einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag an Frankreich vergeben: Der Schiffbaukonzern DCNS soll in den kommenden Jahren 12 U-Boote der Suffren-Klasse herstellen.

Präsident François Hollande sprach von einer “historischen Entscheidung”, Verteidigungsminister Jean-Yves le Drian erklärte man habe sich für 50 Jahre mit Australien “liiert”, der Auftrag schaffe in Frankreich “mehrere Tausend Arbeitsplätze”. Die Regierung in Paris hält knapp zwei Drittel der Anteile des Unternehmens.

Gefertigt wird unter anderem in einer Werft in Adelaide, wie der australische Premier Malcolm Turnbull bekanntgab: “Diese modernsten Marineschiffe der Welt, werden hier in Australien gebaut, mit australischen Arbeitsplätzen, australischem Stahl und australischer Expertise. So werden unsere Sicherheit und unser erfolgreicher Übergang in die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts gewährleistet und Arbeitsplätze für unsere Kinder und Enkelkinder gesichert.”

Groß war die Enttäuschung bei den Mitbewerbern: Für den Essener Industriekonzern ThyssenKrupp wäre es einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte gewesen.

Auch die japanischen Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries gingen leer aus. Man werde Australien um eine Erklärung dafür bitten, warum das japanische Angebot nicht gewählt wurde, erklärte Außenminister Gen Nakatani enttäuscht.