Erdoğan: "Kein Unterschied zwischen PKK, IS und Gülen-Bewegung"

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Von Euronews
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Die Türkei ist nach Ansicht ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den Angriffen mehrerer Terror-Organisationen ausgesetzt.

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Die Türkei ist nach Ansicht ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den Angriffen mehrerer Terror-Organisationen ausgesetzt. Auf einer Veranstaltung in Ankara machte Erdoğan unter anderem die Gülen-Bewegung und die PKK für die jüngsten Bombenanschläge im Südosten des Landes verantwortlich. Erdoğan sagte: “Diese Anschläge zeigen, dass es keine Unterschiede zwischen der PKK, dem IS und der Gülen-Bewegung gibt. Sie haben alle dasselbe Ziel.”

No difference between FETO, PKK, Daesh: Erdogan https://t.co/pVRnw2j8Aupic.twitter.com/GIUkLK95Rm

— ANADOLU AGENCY (ENG) (@anadoluagency) 18. August 2016

Erdoğan forderte die USA erneut auf, den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen an die Türkei auszuliefern. Außerdem kritisierte er Europa: “Europa hat unseren Kampf nicht verstanden und scheint ihn weiterhin nicht zu verstehen. Wir wissen, dass sie nicht ehrlich zu uns sind. Wir werden aber unsere Militär- und Polizeieinsätze sowie die juristischen Schritte nicht einstellen. Wir werden unsere Einsätze fortführen.”

Unterdessen geht die sogenannte Säuberungswelle nach dem gescheiterten Putsch weiter. Die Staatsanwaltschaft in Istanbul ließ jetzt das Vermögen von 187 Geschäftsleuten beschlagnahmen. Sie sollen Verbindungen zu Gülen haben, so der Vorwurf; Erdoğan macht den Prediger für den Putschversuch verantwortlich. Die Verdächtigen seien zur Fahndung ausgeschrieben, 60 habe man bereits festgenommen, so die Ermittler.

Daneben hat Ankara offiziell die Auslieferung acht türkischer Militärs beantragt, die nach dem Putsch nach Griechenland geflohen waren. Die acht Soldaten hatten vor einem Monat sofort Asyl beantragt. Das türkische Auslieferungsersuchen sei angekommen, hieß es laut Staatsradio aus Kreisen des Athener Außenministeriums am Donnerstag. Es sei dem Justizministerium übermittelt worden. Ankara bekräftige darin, die Militärs hätten einen Umsturz versucht.

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