Sibirien: Dutzende Tote nach Trinken von Badezusatz

Sibirien: Dutzende Tote nach Trinken von Badezusatz
Von Renate Birk mit dpa
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Weil Wodka zu teuer ist, haben Dutzende in Sibirien wieder eine Badeschaumzusatz getrunken. Mindestens 48 Menschen sind tot.

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Mehr als 40 Menschen in der sibirischen Stadt Irkutsk sind gestorben, weil sie einen alkoholhaltigen Badezusatz getrunken haben. Mehr als ein Dutzend sind im Krankenhaus und schweben in Lebensgefahr.

Nach offiziellen Angaben stammen alle aus demselben Teil der sibirischen Stadt Irkutsk, die rund 5000 Kilometer östlich von Moskau in der Nähe des Baikalsees in Sibirien liegt.

Doktor Jewgeni Wigowski sagt: “Die Patienten sind in sehr schlechtem Zustand. Schwere Vergiftungen, Schockzustände. Alle sind auf der Intensivstation und werden dort entsprechend behandelt.”

Auf der Flasche mit dem Namen “Bojaryschnik” warnt ein Etikett, den Inhalt nicht zu trinken. Dennoch tranken die Menschen “Bojaryschnik” als Alkoholersatz. Seit Samstag waren Betroffene wegen des Badezusatzes ins Krankenhaus gekommen.

UPDATE: Death toll from alcohol poisoning in Russian city of #Irkutsk reaches 48. https://t.co/8DXkX2NKtipic.twitter.com/cYcWNZZQjS

— The Moscow Times (@MoscowTimes) 19. Dezember 2016

Ministerpräsident Dmitri Medwedjew sprach im russischen Fernsehen von einer Tragödie, solche Badesubstanzen müssten verboten werden, dies dürfe nicht mehr passieren.

Russlands stellvertretender Ministerpräsident Alexander Kloponin erklärte, von all dem Alkohol, der in Russland getrunken werde, tränken 20 Prozent der Menschen Alkohol, der aus Medizin, Parfums, Enteisungsmittel stamme. Diese sind oft billiger und leichter zu bekommen.

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