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Macrons Rechnung geht auf

Macrons Rechnung geht auf
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In Frankreich hat die Bewegung von Emmanuel Macron jetzt eine absolute Mehrheit der Abgeordneten im Parlament. Die Rechnung des Präsidenten ist aufgegangen, die politische Landschaft wird komplett umgekrempelt, doch der Sieg von “La République en Marche” ist weniger erdrückend als zuvor in den Umfragen angekündigt. Viele Abgeordnete sind Politik-Neulinge, andere kommen aus den traditionellen Parteien und haben sich hinter Emmanuel Macron gestellt.

Die Partei des Präsidenten “La République en Marche” kommt in der Nationalversammlung auf eine stabile, absolute Mehrheit der 577 Sitze. Die Konservativen “Les Républicains” verlieren etwa einhundert Abgeordnete im Vergleich zu 2012. Doch die Sozialisten stürzen von zuvor 300 Sitzen auf unter 50 dramatisch ab. Die extreme Linke behauptet ihre Fraktion, die rechtsextreme Marine Le Pen gewinnt ihren Wahlkreis wie mehrere andere Front-National-Kandidaten.

Regierungschef Edouard Philippe erklärte, dass sich vor einem Jahr niemand eine solche politische Erneuerung hat vorstellen können: “Wir verdanken sie dem Willen des Präsidenten der Republik, der der Demokratie neuen Schwung geben will, und wir verdanken sie den Franzosen, die dem Parlament ein neues Gesicht geben wollen.
Die niedrige Wahlbeteiligung ist nie eine gute Nachricht für die Demokratie. Sie hat verschiedene Gründe, die es zu analysieren gilt. Die Regierung versteht sie als Pflicht zum Erfolg. Das Vertrauen der Wähler müssen wir gewinnen: durch unsere Beispielhaftigkeit, durch unser unerschütterliches Engagement und durch greifbare Ergebnisse.

Die Sprecherin von Emmanuel Macrons Bewegung Catherne Barbaroux erklärte, sie freue sich persönlich vor allem darüber, dass mehr Frauen ins Parlament einziehen.

Doch die Wahlbeteiligung lag historisch niedrig – nur knapp über 40 Prozent. Vor allem die extreme Linke hat bereits Widerstand gegen die Reformen angekündigt.