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«Viva España!» - Demos gegen Katalonien-Referendum

«Viva España!» - Demos gegen Katalonien-Referendum
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Von Euronews
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Am Sonntag wird abgestimmt - der Konflikt geht offenbar mitten durch die Polizeikräfte

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Mit spanischen Nationalflaggen – einige mit den unter Diktator Francisco Franco üblichen Adlern in der Mitte – und «Viva España!»- Rufen haben mehrere tausend Menschen in Madrid und anderen Städten Spaniens – auch in Barcelona – gegen das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum in der spanischen Region Katalonien protestiert. Die Regionalregierung hat dazu für Sonntag aufgerufen, gut 5,3 Millionen Katalanen dürfen mitmachen.

Katalonien: Auf gefährlichem Weg https://t.co/3SEzY7NDzipic.twitter.com/RKPAG2oDM1

— SPIEGEL ONLINE (@SPIEGELONLINE) 18. September 2017

Das Verfassungsgericht in Madrid hat das Referendum verboten, die spanischen Behörden beschlagnahmten Wahlzettel und ließen Wahllokale absperren. Madrid entsendet 4.000 Beamte der staatlichen Polizeieinheit Guardia Civil in die Region, um die dort stationierten staatlichen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Ministerpräsident Mariano Rajoy wies die der Regionalpolizei Mossos d’Esquadra an, die Wahllokale schon vor Sonntag abzuschließen. Außerdem sollen die Mossos der Guardia Civil unterstellt werden.

Offenbar will sich die Katalanen-Polizei aber nicht an die Weisung aus Madrid halten. Dies ließ ihr Direktor durchblicken. «Dass niemand sich irrt», postete Polizeichef Pere Soler i Campins auf Twitter. Die Aufgabe der Polizei sei, die Rechte der Bürger zu garantieren, «nicht deren Ausübung zu verhindern».

Bon dia.Que ningú s’equivoqui la missió ppal de les policies mossos</a> <a href="https://twitter.com/guardiacivil?ref_src=twsrc%5Etfw">guardiacivilpolicia</a> és garantir Drets, no impedir ne el seu exercici</p>— Pere Soler i Campins (solercampins) 27. September 2017

Angesichts der Widerstände nannte die separatistische Organisation «Katalanische National-Versammlung» “eine Million Stimmen” als Zielmarke. Das wäre ein «ein überragender Erfolg», so deren Präsident Jordi Sánchez.

Regionalpräsident Carles Puigdemont (55) ist fest entschlossen, innerhalb von 48 Stunden die Unabhängigkeit auszurufen, sollte die Mehrheit der Stimmbürger ein Ja in die Urne werfen.

Katalonien – Warum Katalonien von Spanien unabhängig sein will https://t.co/XASz85cIfI

— FOCUS Online Politik (@focuspolitik) 20. September 2017

ZWEIHUNDERT JAHRE EINSAMKEIT

Der Konflikt reicht zurück ins Jahr 1714, als die Katalanen im Spanischen Erbfolgekrieg unterlagen.
Damit verloren sie ihre Eigenständigkeit. Ende der 1970er-Jahre erlangte die Region zwar Autonomierechte, doch sie gehen vielen nicht weit genug.

Die aktuellen Bemühungen gehen zurück auf den Sommer 2010. Das spanische Verfassungsgericht verbot den Katalanen, sich eine Nation zu nennen. Das führte zu riesigen Demonstrationen und verschaffte der Unabhängigkeitsbewegung grossen Zulauf. Darauf haben sich viele katalanische Separatisten verbündet und Anfang September unter der Führung von Carles Puigdemont eine erneute Abstimmung beschlossen.

DIE WIRTSCHAFT BRUMMT

Die Katalanen stemmen ein Fünftel der spanischen Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig fühlen sie sich von der Zentralregierung in Madrid benachteiligt. Sie würden 16 Milliarden Euro mehr an Steuern zahlen, als sie erhalten, argumentieren sie.

Vor dem #Referendum spitzt sich der Konflikt um #Katalonien zu. cem_oezdemir</a> fordert eine EU-Vermittlung. <a href="https://t.co/DGk2S9dxKp">https://t.co/DGk2S9dxKp</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Spanien?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Spanien</a></p>— Der Tagesspiegel (tagesspiegel) 30. September 2017

Sigrid Ulrich mit dpa

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