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Türkei: 15 Jahre Haft für Steudtner gefordert und neue Erdogan Kritik an Europa

Türkei: 15 Jahre Haft für Steudtner gefordert und neue Erdogan Kritik an Europa
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Von Euronews
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Die Staatsanwaltschaft in der Türkei hat 15 Jahre Haft für den inhaftierten deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner gefordert. Dem Menschenrechtsaktivisten, seinem schwedischen Kollegen Ali Gharavi, der AMNESTY-INTERNATIONAL-Chefin der Türkei Idil Eser und acht weiteren werden Unterstützung und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Steudtner, Gharavi und acht türkische Menschenrechtler waren am 5. Juli bei einem Seminar auf der Istanbul vorgelagerten Insel Büyükada festgenommen worden. Gegen acht der insgesamt zehn Beschuldigten
wurde danach Untersuchungshaft verhängt.

Die Anwälte von Steudtner und Gharavi hatten zuletzt scharfe Kritik an den Haftbedingungen ihrer Mandanten geübt. Die beiden sitzen im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul ein, in dem auch der
“Welt”-Korrespondent Deniz Yücel inhaftiert ist.

Nach Angaben der Bundesregierung in Berlin sind zurzeit elf Deutsche wegen politischer Vorwürfe in der Türkei inhaftiert. Namentlich bekannt
sind davon Steudtner, Yücel und die Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu. Der Prozess gegen Tolu beginnt nächste Woche in Silivri.

Staatsanwaltschaft fordert gg. Peter Steudtner und den anderen MenschenrechtsaktivistInnen 15 Jahre Haft wg. “Mitgliedschaft in Terrororga” https://t.co/rAaC2C67Q2

— Ismail Küpeli (@ismail_kupeli) 8. Oktober 2017

Der Präsident der Türkei machte kaum Hoffnung darauf, dass die Menschenrechtler bald freikommen könnten. Er sagte, wenn Europa etwas von der Türkei wolle, müsse die Türkei erst bekommen, was sie wolle.

In Afyonkarahisar im Zentrum der Türkei kritisierte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut Europa, weil mehrere Staaten “Terrorverdächtige aufnähmen” und das als “Asyl” bezeichneten. “Was soll das heißen, sie sind emigriert, das sind Verräter, das sind Mörder, das sind jetzt definitiv Terroristen.» Es gebe Gerichtsurteile in der Türkei dazu.

Die Türkei macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich und fordert unter anderem von Deutschland die Auslieferung von mutmaßlichen Anhängern. Deutschland fordert dagegen die Freilassung inhaftierter Deutscher wie die des “Welt”-Korrespondenten Deniz Yücel, den Menschenrechtler Peter Steudtner und der Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu.

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