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Katalonien-Krise überschattet Nationalfeiertag

Katalonien-Krise überschattet Nationalfeiertag
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Überschattet von einer der schwersten innenpolitischen Krisen seit Jahrzehnten hat Spanien seinen Nationalfeiertag begangen. In der katalanischen Hauptstadt Barcelona gingen Tausende Gegner der Unabhängigkeitsbewegung auf die Straße. Sie forderten Einheit des Landes. Der katalanische Regierungschef hatte am Montag die Unabhängigkeit von Spanien angekündigt, war in seinen Aussagen aber vage geblieben.

Zwei Unabhängigkeitsgegener sagten bei der Demonstration:“Jahrelang galt hier: wenn man nicht wie die Nationalisten denkt, gehört man nicht dazu, ist kein Teil des Stammes. Ich will hier für Freiheit demonstrieren und zeigen, dass ich Katalane, Spanier und Europäer bin. Meine Flagge sagt eigentlich schon alles. Dies ist ein rebellischer Akt gegen die katalanische Regierung.”

Der andere Unionist sagte:“Wir sind dieses Hin und Her, diese Spiele der katalanischen Regierung gewöhnt. Wir wollen einfach nur, dass sie die Gesetze, die Spielregeln, die Verfassung und die Gesetzgebung respektiert.”

Am Rande einer Demonstration von ultrarechten Nationalisten in Barcelona kam es zu einer Massenschlägerei. Mehrere Gruppen von Menschen gingen aus ungeklärten Gründen aufeinander los. Stühle und andere Gegenstände wurden geworfen. Laut der Zeitung La Vanguardia waren Ultras von Fußballvereinen an den Auseinandersetzungen beteiligt. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. Polizeikräfte konnten die Lage beruhigen.

Die zentrale Veranstaltung zum Nationalfeiertag war eine Militärparade in Madrid, mit der an die Ankunft von Christopher Columbus in Amerika erinnert wurde. An der Zeremonie auf dem Prachtboulevard Paseo de la Castellana nahm auch das spanische Königspaar teil.

Die Zentralregierung in Madrid hat dem katalanischen Regierungschef ein Ultimatum bis zur nächsten Woche gestellt, um zur verfassungsmäßigen Ordnung in Katalonien zurückzukehren.

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