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Gedenkgottesdienst: London erinnert an Terror-Opfer

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Von Christoph Wiesel  mit DPA
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Jeremy Corbyn beim Gedenkgottesdient in London
Jeremy Corbyn beim Gedenkgottesdient in London   -   Copyright  REUTERS/Simon Dawson

Mit einem Gedenkgottesdient hat Großbritannien an die Opfer des Terror-Anschlags vor einem Jahr in London erinnert. Der Gottesdienst fand in der Southwark-Kathedrale nahe des Tatorts statt Viele Angehörige der Opfer nahmen daran teil. Im Anschluss an die Messe hielten die Trauernden eine Schweigeminute ab.

Bei dem Anschlag vor einem Jahr hatten drei islamistische Attentäter acht Menschen getötet und 48 verletzt. Auf der London Bridge fuhren sie zunächst mit einem Mietfahrzeug in Passanten und stachen dann auf dem Borough Market wahllos auf Menschen ein. Polizisten erschossen die Täter.

Anlässlich des Gedenktages gab das Innenministerium eine düstere Prognose zur Terrorgefahr in Großbritannien ab. Man gehe davon aus, dass die Gefahr islamistischer Attacken noch länger auf ihrem gegenwärtig erhöhten Niveau bleibe, teilte das Ministerium mit. Die Bedrohung durch rechtsextremen Terrorismus werde sogar noch wachsen.

Binnen eines Jahres war das Land von fünf Terror-Anschlägen getroffen worden. Insgesamt vereitelten laut Ministerium Spezialkräfte seit März 2017 zwölf islamistische und vier rechtsextreme Attacken. Etwa 3000 potenziell gefährliche Personen stünden unter Beobachtung.

Londons Entschlossenheit gegen den Terrorismus sei noch nie größer gewesen, sagte Premierministerin Theresa May zum Jahrestag. Innenminister Sajid Javid erklärte, dass die Regierung 2000 zusätzliche Stellen für den Kampf gegen den Terrorismus einplane.