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Luftangriff auf Schulbus im Jemen

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Von Christoph Wiesel mit dpa
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Luftangriff auf Schulbus im Jemen
Copyright  Archivbild REUTERS/Mohamed al-Sayaghi
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Im Jemen sind bei einem Luftangriff mehrere Kinder getötet worden. Das von den Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium spricht von einem Angriff auf einen Bus mit Schulkindern. Insgesamt gebe es mindestens 43 Tote und 63 Verletzte. Es handelt sich um einen der schwersten Luftangriffe auf Zivilisten in dem Bürgerkriegsland.

Die Schüler waren im Nordwesten des Landes auf dem Weg in eine Sommerschule. Das Ministerium macht für den Angriff das saudi-arabisch geführte Militärbündnis verantwortlich. Die Allianz fliegt immer wieder Angriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen, dabei werden auch immer wieder Zivilisten getötet. Seit Beginn des Konfliktes sind mehr als 10.000 Menschen getötet worden, darunter Tausende aus der Zivilbevölkerung.

Im Jemen haben die Huthi ein Machtvakuum genutzt und in großen Teilen des Landes die Macht übernommen. Die international anerkannte Regierung, die auch von den Saudis unterstützt wird, geht ihren Geschäften aus dem Exil im Ausland oder aus der Hafenstadt Aden nach; die Hauptstadt Sanaa ist fest in der Hand der Huthi.

Erst vor einer Woche hatte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, die ersten Friedensgesprächen seit zwei Jahren angekündigt. Er wolle die Konfliktparteien zum 6. September nach Genf einladen.