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"Vergewaltigt und gefoltert" - Horror-Geschichte von Khadija (17) bewegt Marokko

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"Vergewaltigt und gefoltert" - Horror-Geschichte von Khadija (17) bewegt Marokko

"Vergewaltigt und gefoltert" - Horror-Geschichte von Khadija (17) bewegt Marokko
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In Marokko erregt die Geschichte der 17-jährigen Khadija weiter Aufsehen. Besonders im Internet gibt es eine Welle der Solidarität mit dem Mädchen. Die Jugendliche hat berichtet, sie sei vor drei Monaten vor dem Haus ihrer Tante in der Stadt Fkih Ben Salah entführt und dann von einer Gruppe junger Männer zwei Monate lang vergewaltigt und gefoltert worden. "Ich werde ihnen niemals vergeben", sagt Khadija in einem Video, das am 21. August veröffentlicht wurde. In der Aufnahme zeigt Khadija Tätowierungen und Verbrennungen durch Zigaretten auf ihrem Körper.

Inzwischen wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mindestens zwölf Männer wegen der Gewalttat festgenommen. Sie sollen offenbar am 6. September vor Gericht gestellt werden. Diese Angaben wurden aber zunächst nicht von der marokkanischen Justiz bestätigt.

Die Entführer, die laut dem Vater des Mädchens einer "gefährlichen Gang" zuzurechnen sind, haben Khadija freigelassen, nachdem er sie aufgespürt und versprochen hatte, keine Anzeige zu erstatten. Khadija soll mehrmals versucht haben zu fliehen.

Laut marokkanischen Medien gab es auch an diesem Wochenende Solidaritätskundgebungen für Khadija. Und einige sammeln Spenden, um der jungen Frau psychologische und sonstige Betreuung zu finanzieren.

Auf Twitter macht eine Zeichnung die Runde, die vom Fall Khadija inspiriert wurde.

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