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Noch immer 16.000 Flüchtlinge in überfüllten Lagern

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Noch immer 16.000 Flüchtlinge in überfüllten Lagern

Noch immer 16.000 Flüchtlinge in überfüllten Lagern
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Die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sind noch immer stark überfüllt. In Camps wie "Moria" auf Lesbos leben die Menschen auf engstem Raum. Nahrung, Wasser, Medikamente: Es fehlt ihnen an allem. Die örtlichen Behörden schlagen Alarm. Sie fühlen sich von Athen und Brüssel im Stich gelassen.

"Das Lager Moria ist eigentlich für circa 2.000 Personen ausgelegt, momentan leben dort fast 5.500 Menschen. Es ist unmöglich, alle unterzubringen, also wurden zusätzliche Zelte aufgebaut", sagt Marios Andriotis, Berater des Bürgermeisters von Lesbos.

Die griechische Regierung hat versprochen, die Lager zu entlasten. Bis September sollten Tausende Migranten aufs Festland gebracht und die Zahl der Campbewohner auf 10.000 reduziert werden – doch noch sind es 16.000.

Die Verzweiflung der Menschen entlädt sich oft in Gewalt. Das mache nicht nur die Lager zu einem gefährlichen Ort, sondern auch ihre Umgebung, sagt eine Kellnerin aus Lesbos: "Manchmal geraten Einwanderer und Einheimische aneinander. Erst vor drei Wochen gab es wieder einen Vorfall. Unser Leben hier hat sich verändert.“

Derweil bereitet sich Griechenland auf die Rücknahme einiger hundert Flüchtlinge aus Deutschland vor, die bereits im eigenen Land registriert wurden. Darauf hatten sich Berlin und Athen jüngst geeinigt.