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Feuerwerkskörper und Flaschen: Mehrere Verletzte bei Krawallen in Chemnitz

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Feuerwerkskörper und Flaschen: Mehrere Verletzte bei Krawallen in Chemnitz

Feuerwerkskörper und Flaschen: Mehrere Verletzte bei Krawallen in Chemnitz
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In Deutschland ist es im sächsischen Chemnitz nach den Übergriffen auf Ausländer am Sonntag zu Wochenbeginn zu Demonstrationen linker und rechter Gruppen gekommen. Am Abend wurden bei Ausschreitungen mehrere Personen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei den Protesten von rechten Gruppen auf dem Karl-Marx-Platz wurden laut Augenzeugen Feuerwerksköper entzündet und Flaschen geworfen. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Asylflut stoppen", "Heimat statt Zuwanderung" und "Kein Zutritt für Terror" - einige zum Teil offenbar auch betrunkene Teilnehmer zeigten den Hitlergruß.

Am Wochenende war in der Stadt ein Deutscher getötet worden, zwei weitere Männer erlitten Verletzungen. Gegen zwei Tatverdächtige aus dem Irak und aus Syrien wurde Haftbefehl erlassen. Nach der Tat hatten Rechtsextreme Ausländer in der Stadt angegriffen.

Steffen Seibert, Sprecher der deutschen Regierung, sagte: „Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten: Das nehmen wir nicht hin, das hat bei uns, in unseren Städten keinen Platz und das kann ich für die Bundesregierung sagen, dass wir das auf das Schärfste verurteilen."

Der Tod des Mannes in Chemnitz werde von der Polizei mit aller Macht aufgeklärt werden, betonte der Regierungssprecher. In Deutschland sei kein Platz für Selbstjustiz, so Seibert weiter.

Sachsens Innenminister Roland Wöller rief zu Ruhe und Besonnenheit auf. Gewalttätern und Chaoten werden man nicht die Straße überlassen, so der CDU-Politiker. „Das Gebot der Stunde ist Besonnenheit und Ruhe. Das heißt, dass die Polizei ermittelt, dass die Strafverfolgungsbehörden ihre Arbeit leisten. Sie haben ja gesehen: Das funktioniert. Und ansonsten ist, glaube ich, wichtig, dass Chemnitz, die Stadt und der Freistaat Sachsen deutlich macht durch die Präsenz, dass wir Gewalttätern und Chaoten nicht die Straße überlassen werden, sondern hier den Rechtsstaat durchsetzen", sagte Wöller.

Mehrere Journalisten berichteten am späten Abend, dass sie sich auf der Straße in Chemnitz nicht mehr sicher fühlten. Die Polizei sei überfordert gewesen.

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