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Spritskandal leert Taschen der Tank-Kunden

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Wegen geschönter Verbrauchszahlen haben Autofahrer in Europa seit Beginn des Jahrtausends fast 150 (149,6) Milliarden Euro mehr durch den Auspuff gejagt als erwartet – ganz zu schweigen von den Umweltfolgen des Abgasskandals. Das haben die UmweltorganisationenTransport and Environment (T&E), Brüssel, und der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Berlin, ausgerechnet. Allein im vergangenen Jahr waren es demnach 23,4 Milliarden Euro.

Im gleichen Zeitraum hätten die Fahrzeuge 264 Millionen Tonnen Kohlendioxid mehr als gedacht freigesetzt - mehr als die jährlichen Emissionen der Niederlande, so die beiden Organisationen.

Dabei ließen die deutschen Autofahrer seit dem Jahr 2000 rund 36 Milliarden Euro mehr an den Zapfsäulen als im Katalog versprochen – macht rein rechnerisch 631 Euro pro Auto (Anfang 2018: 57 Millionen KFZ in Deutschland zugelassen), das seien allein im vergangenen Jahr 5,5 Milliarden Euro zusätzlich an Benzin oder Diesel.

Die Schönfärberei lief demnach im Lauf der Jahre zu immer neuen Hochformen auf. Der reale Spritverbrauch sei bei Autos in Europa jüngsten Studien zufolge durchschnittlich um 42 Prozent höher als versprochen, so die Berechnungen – gut sechsmal so viel wie im Jahr 2000.