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Etikettenschwindel um Macron-Kaffebecher

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Etikettenschwindel um Macron-Kaffebecher

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Emmanuel Macron in Jubelpose bei der Fußball-WM und als Beutel-Motiv wahlweise mit oder ohne Première Dame. Devotionalien, die im Élysée-Palast bislang aus dem Rahmen gefallen sind, sich beim Tag des offenen Denkmals im Élysée-Palast aber einiger Beliebtheit erfreuten.

Obwohl die Umfragewerte des französischen Präsidentenseit seit der Sommerpause unter anderem durch den Austausch von zwei Ministern gesunken sind.

Élysée-Besucher Grégory Brun gefiel vor allem der Hintergrund der Souvenir-Linie: "Ich war vergangene Woche in London und da gibts ähnliche Produkte im Buckingham- und im Kensington-Palast. Warum also nicht auch hier. Für die Renovierung des Élysée-Palasts ist das eine gute Sache."

Kritiker bemängeln nicht nur einen "Personenkult", auch die Qualität der eher hochpreisigen Waren kam auf den Prüfstand. Die Zeitung "La Provence" deckte auf, dass die Kaffeebecher zu Unrecht das Markenzeichen "Porzellan aus Limoges" tragen. Bedruckt worden seien die Becher schließlich im südfranzösischen Toulouse und das Porzellan stamme wohl nicht einmal aus Frankreich, hieß es.

Ob Etikettenschwindel oder nicht: Bei Preisen ab zwei Euro etwa für Postkarten kamen binnen drei Tagen immerhin 350.000 Euro für einen künftig noch prachtvolleren Élysée-Palast zusammen.