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Es hagelt Kritik an Maaßen-Beförderung von B9 auf B11: Bitterböse Kommentare

Es hagelt Kritik an Maaßen-Beförderung von B9 auf B11: Bitterböse Kommentare
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REUTERS/Fabrizio Bensch
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In den Kommentaren der Zeitungen und in den sozialen Medien regt sich bitterböse Kritik gegen die de-facto-Beförderung von Hans-Georg Maaßen (52), der als Verfassungsschutzpräsident abgelöst, aber Staatssekretär im Innenministerium wird. Damit steigt er in der Gehaltsstufe für Beamte von B9 auf B11 und verdient deutlich mehr.

Auf der Seite der Tagesschau heißt der Kommentar von Evi Seibert "Ein Trauerspiel in der komischen Oper". Sie sagt: "Wenn Merkel und Seehofer nicht in der Lage sind, zusammenzuarbeiten, sollen sie es jetzt bitte sofort lassen. Seehofer sollte gehen und Platz machen für jemanden, der keine Privatfehde gegen die Kanzlerin führt. Und die Kanzlerin sollte endlich wieder das tun, wofür sie vereidigt wurde: eine Regierung führen.

Wir haben vor einem Jahr gewählt - und nicht ein Jahresabo für die komische Oper erworben."

"Erledigt durch Beförderung" schreibt die Frankfurter Allgemeine, das Blatt meint, es gehe auch um Merkels Flüchtlingspolitik. "Maaßen aber machte sich durch seine Äußerungen zu den Vorgängen in Chemnitz zu mehr – zu einer Symbolfigur im Grundsatzstreit um Merkels Flüchtlingspolitik. Der Ausflug des Geheimdienstchefs ins Zentrum eines hochemotionalisierten politischen Streits kam sowohl seinen Anhängern wie Gegnern gelegen. Beide Seiten sorgten dafür, dass Maaßen von dem Sockel, auf den er geklettert war, nicht mehr herunterkam. Auch Maaßen selbst machte nicht den Eindruck, als sei ihm die (bleihaltige) Luft dort oben zuwider gewesen."

Auf Twitter gibt es die verschiedensten Reaktionen zum Fall Maaßen. Besonders die Tatsache, dass der geschasste Beamte im neuen Posten mehr Geld verdient als zuvor, findet viel Beachtung.

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