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Migranten auf Lesbos: "Es ist schlimm hier"

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Migranten auf Lesbos: "Es ist schlimm hier"

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Offiziell ist das Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos für 3200 Migranten ausgelegt. Aktuell wohnen aber rund 9000 hier. Viele leben in Zelten.

Eine von ihnen ist Maryam Parsa aus Afghanistan. Sie ist 23 und kam vor einer Woche mit ihrem Sohn hierher. Ihr Ziel ist Deutschland.

Moria sei nicht so, wie sie sich Europa vorgestellt hat, sagt sie.

"Es ist so schlimm hier. Es gibt nicht genügend Ärzte für unsere Kinder, nicht genug Medizin. Es gibt nicht genug Decken, nicht genug Nahrung. Unsere Kinder werden alle krank. Es ist keine gute Lage für uns. Wenn sie uns nicht nach Europa lassen, sollen sie wenigstens die Lage hier verbessern."

Einige Meter weiter spielen ein paar Teenager Fußball. Muhammad Raza, ebenfalls aus Afghanistan, bevorzugt allerdings Karate.

Er ist 18 und hat bereits einige Medaillen in dem Kampfsport gewonnen. In seinem Wunschland Frankreich möchte er Profi werden.

Mit Moria ist auch er unzufrieden.

"Ich dachte, das wäre ein guter Ort, ich dachte, sie würden uns einen gute Ort zum leben geben, aber dann kam ich hierher und sah, dass meine Vorstellungen falsch waren. Als ich die Zelte gesehen habe, war ich schockiert."

Euronews-Reporter Apostolos Staikos: "Aktivisten und NGOs nennen Moria die "Schande Europas". Sie fordern von den Behörden, Kinder und andere schwache Migranten von hier fortzubringen. Die griechische Regierung sagt, in den vergangenen vier Monaten seien rund 4000 umgesiedelt worden, gleichzeitig kommen aber immer mehr Migranten hierher."