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Russland: Proteste gegen Putins Rentenreform

Russland: Proteste gegen Putins Rentenreform
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Die russische Bevölkerung protestiert gegen Putins Rentenreform. Es handelt sich um eine der größten Protestwellen in Russland, die nach der Bekanntgabe der Reform ausgelöst worden ist.

Für Frauen wurde das Renteneintrittsalter von 55 auf 64 und für Männer von 60 auf 65 angehoben.

Die Menschen sind verärgert, da viele das Renteneintrittsalter wahrscheinlich nicht erleben werden und das eingezahlte Geld daher direkt an die Regierung gehen wird.

In einer Fernsehansprache verteidigt Putin die Rentenreform und argumentiert, dass das russische Rentensystem ohne die Reform zusammenbrechen werde.

Viele glauben jedoch, dass das europäische Konzept in Russland nicht funktioniere.

Die Lebensmitten seien so schlecht, dass viele bereits sterben, bevor sie überhaupt 60 werden. Mit 60 werde man nicht eingestellt, also müsstee man erst fünf Jahre warten, ohne Einnahmen zu haben, bis man in Rente gehen kann.

Andererseits bleiben viele Russen auch nach Renteneintritt berufstätig.

Ein aktiver Gegner der Rentenreform und Mitglied der kommunistischen Fraktion betont, dass jeder russische Bürger aufgrund des angehobenen Renteneintritssalters circa 15.000 Euro oder mehr verlieren wird.

Der Kreml hat einen solchen Widerstand gegen die Reform nicht erwartet. Auch wenn die Reform unvermeidlich zu sein scheint, werde die Bevölkerung nach Meinung eines Experten diese niemals akzeptieren.

Der Staat sagt seit Jahren, dass die Bevölkerung nichts weiter tun müsse, als ihn zu wählen. Das bedeute, dass der Staat die Menschen wie versprochen durchbringen müsse. Dieser Vertrag sei mit der Rentenreform unerwartet gebrochen worden. Zum ersten Mal seit dem Beitritt der Krim sei Putins Beliebtheitsgrad gesunken. Das bereite auf Seiten der Regierung Sorgen.