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Spannungen zwischen Serbien und Kosovo

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Spannungen zwischen Serbien und Kosovo

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Ein serbisch-russisches Militärmanöver könnte die Stimmung auf dem Balkan weiter belasten. Wie Russlands Außenministerium mitteilte, werden ab Montag gemeinsame Trainings mit Kampfflugzeugen und Helikoptern auf serbischem Hoheitsgebiet stattfinden.

Die Übung ist auch eine Machtdemonstration des Russland-Verbündeten Serbien gegenüber dem Nachbarland Kosovo. Dessen Unabhängigkeitserklärung vor zehn Jahren erkennt Serbien bis heute nicht an.

Gerade erst hat Serbiens Präsident Aleksandar Vučić verkündet, er werde Gewalt gegen die serbische Minderheit im Kosovo nicht dulden. Auf die Frage, ob er bei einem anstehenden Treffen mit Russlands Präsident Putin militärische Hilfe von Russland erbitten würde, antwortete er allerdings ablehnend: "Ich möchte keine Kriege auf unserem Hoheitsgebiet und bemühe mich um Frieden. Aber ich werde Präsident Putin über alles informieren und seine Unterstützung suchen."

Die erneuten Spannungen waren aufgekommen, als der Kosovo eine Polizeieinheit in den von Serben bewohnten Norden des Landes geschickt hatte. Nach Behördenangaben geschah das zur Vorbereitung eines Besuchs des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi. Auch Vučić hatte die Region kürzlich besucht.

Beide Länder sind in Gesprächen mit der Europäischen Union. Für einen allfälligen Beitrittsprozess müssen sie allerdings zunächst ihre Feindseligkeiten beilegen.