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Ryder Cup: Frau verliert Augenlicht - von Golfball mitten im Gesicht getroffen

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Ryder Cup: Frau verliert Augenlicht - von Golfball mitten im Gesicht getroffen

Ryder Cup: Frau verliert Augenlicht - von Golfball mitten im Gesicht getroffen
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Eine Frau, die aus Ägypten angereist war, um den Golf Ryder Cup in Saint-Quentin-en-Yvelines bei Paris mitzuerlebe, hat am rechten Auge das Augenlicht verloren, nachdem sie mitten im Gesicht von einem Golfball getroffen wurde. Jetzt will sie gegen die Organisation des Golfturniers klagen.

Der Unfall ereignete sich am ersten Tag des Ryder Cup, am Freitag, den 28 September. Der US-Golfer Brooks Koepka beginnt das Turnier um 9 Uhr 30. Sein Schlag geht zu weit nach links - in Rcihtung auf das Publikum, das sich um Loch Nummer 6 versammelt hat. Corine Remande (49) wird mitten im Gesicht getroffen.

Die Sanitäter sind schnell vor Ort. Das Opfer wird in die auf Augenkrankheiten spezialisierte Klinik Quinze-Vingts in Paris gebracht - dann von dort nach Lyon, wo die Eltern der Frau leben, die extra für das Golfturnier zusammen mit ihrem Lebensgefährten aus Ägypten angereist war.

Die Ärzte in Lyon haben Corine Remande gesagt, dass sie auf dem rechten Auge das Augenlicht verloren hat. Sie erklärte: "Der Scan bestätigte einen Bruch der rechten Augenhöhle und eine Explosion des Augapfels, der zwar von den Chirurgen genäht werden konnte, aber sie haben mir gesagt, dass ich auf diesem Auge die Sehkraft verloren habe."

Golfer Brooks Koepka hatte sich gleich bei Corine Remande entschuldigt. Diese Geste war wichtig für die Französin. Doch die Ryder-Cup-Organisatoren hüllten sich in Schweigen.. Deshalb will Corine Remande jetzt Klage einreichen. Das hat sie erklärt, als sie das Krankenhaus in Lyon verliess.

Zunächst habe sie gar nicht gemerkt, wie schlimm sie getroffen wurde, erinnert sich Corine Remande. Sie habe versucht, Brooks Koepka aufzumuntern, damit er seine Konzentration nicht verliere. Erst als sie das Blut sah, sei ihre bewusst geworden, dass sie am Auge getroffen wurde.

Golfbälle fliegen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h über den Platz.

Dass die Organisatoren versuchten, Zeit zu gewinnen, mache sie wütend, sagte Corine Remande.

Die Golf-Organisation PSA erklärte auf Anfrage, es seien Ermittlungen eingeleitet worden, aber diese würden länger dauern.