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Darum verschwindet Schwedens einzigartige Permafrost-Landschaft

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Darum verschwindet Schwedens einzigartige Permafrost-Landschaft

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Im nördlichsten Teil von Schweden, an der Grenze zu Finnland und Norwegen befinden sich diese bemerkenswerten Formationen. Sie bestehen aus Torf und sind dauerhaft gefroren.

Wetterstation bestätigt: Dauerfrostböden tauen

Die Geographin Britta Sanell hat eine Messstation auf einem Hügel. In nur wenigen Jahren konnte sie große Veränderungen beobachten: die Temperaturen liegt oft bei knapp null Grad. Das bedeutet: der Boden taut.

Perma- oder Dauerfrostböden gibt es in Sibirien und Kanada. Aber auch hier, in den nördlichen Bergen Skandinaviens. Wegen der dauerhaft höheren Temperaturen schrumpfen diese Gebiete. Anstelle von Eis sammelt sich Wasser in Senken, wie in einem Sumpf. Die Torfhügel brechen in sich zusammen.

CO2 und Methangas werden in die Atmosphäre freigesetzt

Das Auftauen des Bodens verändert nicht nur die Landschaft. Wissenschaftler sind beunruhigt, denn der aufgetaute Boden setzt große Mengen Kohlenstoffdioxid und Methangas frei. Die Geografin Britta Sanell erklärt, was das bedeutet:

"Nun, es bedeutet, dass der Atmosphäre noch mehr Kohlenstoff zugeführt wird, der den Treibhauseffekt verstärken kann, den wir bereits haben."

Wie hoch die Emissionen aus den Permafrostgebieten sein werden und wie schnell sie freigesetzt werden, ist unklar. Aber eines ist sicher: Diese spektakuläre Landschaft wird schon bald verschwinden.