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Mehr als 1400 Tote in Indonesien - Auch Vulkan bricht aus

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Mehr als 1400 Tote in Indonesien - Auch Vulkan bricht aus

Mehr als 1400 Tote in Indonesien - Auch Vulkan bricht aus
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In Indonesien steigt die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben und dem Tsunami immer weiter in die Höhe. Inzwischen sind es schon mehr als 1400, hinzu kommen über 2500 Schwerverletzte.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe auf der Insel Sulawesi ist aber auch nach mehr als fünf Tagen noch nicht abzusehen. Besonders schlimm betroffen ist die 350 000-Einwohner-Stadt Palu, wo der Tsunami in drei Wellen mit bis zu sechs Metern Höhe auf die Küste traf.

Damit keine Seuchen ausbrechen, werden die Toten in schnell ausgehobenen Massengräbern beigesetzt. In den Krankenhäusern fehlt es an Strom und an Treibstoff. Verletzte können nur notdürftig versorgt werden.

Mit Transportmaschinen flog das Militär mehrere Dutzend Schwerverletzte aus. Tausende warteten vergebens darauf, mitgenommen zu werden. Viele flüchten aus dem Katastrophengebiet.

Den Behörden zufolge haben mehr als 70 000 Menschen entlang von Sulawesis Westküste ihre Unterkunft verloren. Den Helfern bieten sich grauenhafte Bilder, Leichen am Strand und im Schlamm, überall Trümmerberge. Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast 200 000 Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Aus aller Welt gibt es Zusagen.

Die Not wird jedoch immer größer. Mehrfach wurden Geschäfte geplündert. Mindestens 45 Personen wurden festgenommen.

Immer noch gibt es kleinere Nachbeben. Zudem brach im Nordosten der geplagten Insel noch ein Vulkan aus. Der knapp 1800 Meter hohe Soputan schleudert Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe.