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G6-Innenministertreffen: Salvini sieht seinen Kurs bestätigt

G6-Innenministertreffen: Salvini sieht seinen Kurs bestätigt
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Am zweiten Tag des G6-Innenministertreffens im französischen Lyon wich die Anspannung, die Teilnehmer zeigten sich zunehmend kompromissbereit. Italiens Innenminister Matteo Salvini sah seinen Kurs von der EU bestätigt, und auch EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos schlug einen versöhnlicheren Ton an: kein Land innerhalb oder außerhalb Europas könne die Migrantenkrise allein bewältigen.

Aus der Sicht des italienischen Innenministers Matteo Salvini waren die Gespräche ein voller Erfolg: "Sehr sehr gut. Europa unterstützt unserer Migrationspolitik und wir sind dabei, eine gemeinsame Mission in Nigeria vorzubereiten. Nigerien ist eines der schwierigsten Länder für Italien, denn fast 60.000 Flüchtlinge aus Nigeria sind in den letzten Jahren in Italien angekommen. Wir haben lediglich einige hundert ausgewiesen. Konkrete Abkommen mit Nigeria - mit der Unterstützung der Europäischen Kommission - sind für Italien und die italienische Regierung sehr wichtig."

EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, Dimitris Avramopoulos erklärte gegenüber Euronews:

"Wir haben eine gemeinsame Diskussionsgrundlage für all diese Themen gefunden. Und da sie vorhin Italien erwähnten, wiederhole ich das, was ich schon in der Vergangenheit gesagt habe: Italien wird unterstützt werden, von der EU, denn es liegt an vorderster Front und hat in den vergangenen Jahren am meisten unter der Migration gelitten."

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Sicherheit und die europäische Migrationspolitik - die anwesenden Vertreter der G6-Staaten bemühten sich, Gemeinsamkeiten zu finden.

"Er wurde wie ein unwillkommener Gast behandelt, Inzwischen hat sich der Ton zwischen dem italienischen Innenminister Matteo Salvini und der Europäischen Kommission besänftigt, die Kommision hat in Fortschritte bei Kooperationen mit afrikanischen Ländern betont. Ob diesem guten Willen konkrete Taten folgen, werden die kommenden Wochen zeigen, besonders auf dem für Ende Oktober geplanten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs", sagt Euronews-Journalist Cyril Fourneris.