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UBS-Prozess: Es geht um Milliardenbeträge

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UBS-Prozess: Es geht um Milliardenbeträge

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Bradley Birkenfeld ist der Mann, der den Stein ins Rollen brachte. Jahrelang hat der amerikanische Whistleblower für die Schweizer Bank UBS in Frankreich vermögende Kunden angeworben und zur Steuerflucht animiert.

2005 stellte er sich den US-Behörden und packte aus. Beim Prozess gegen seinen einstigen Arbeitgeber wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche, der nun in Paris begonnen hat, sagt Birkenfeld als Zeuge aus. Für UBS steht großes auf dem Spiel. Es geht um Milliardenbeträge.

"Es war ein globales Unterfangen, bei dem Schweizer Bankiers auf bestimmte Märkte abzielten."

Bradley Birkenfeld Whistleblower

Man wolle sich vor Gericht gegen zum Teil "haltlose" Anschuldigungen wehren, verspricht UBS-Verteidiger Denis Chemla: "Die Medien haben viel darüber berichtet, jeder weiß, was uns vorgeworfen wird. Wir werden uns wehren und beweisen, das nichts davon zutrifft."

Frage eines Journalisten: "Schweizer Banken haben niemals Geld versteckt?"

Denis Chemla: "Ich lade Sie ein, uns zuzuhören, Sie werden viel erfahren. Danke."

"Lucifers Banker"

In seinem Buch "Lucifers Banker"erzählt Birkenfeld von den Anwerbepraktiken der Bank. Potenzielle Kunden wurden mit Luxus-Geschenken, Einladungen zu Tennis- und Golfturnieren angelockt. Laut Anklage geht es um Vermögenswerte von mehr als zehn Milliarden Euro.

Bradley Birkenfeld: "Es war ein globales Unterfangen, bei dem Schweizer Bankiers auf bestimmte Märkte abzielten, insbesondere den französischen. Und es zeigt darüber hinaus, dass lokale UBS-Filialien hier in Frankreich den Schweizer Offshore-Bankiers von UBS in die Hände spielten."

Der Prozess ist bis Mitte November angesetzt. Laut französischem Gesetz kann die Strafe für Geldwäsche bis zu der Hälfte der Vermögenswerte betragen, um die es ging. Vor Gericht stehen auch die französische Filiale der UBS sowie sechs Verantwortliche.