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Bayernbeben in Berlin

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Die Bayernwahl erschüttert die politischen Grundfesten der Koalition. Für hauptverantwortlich wird Innenminister und CSU - Chef Horst Seehofer gehalten, der keinesfalls zurücktreten will:

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern:

"Ich werde heute keine Diskussion über meine Position führen."

Kanzlerin Angela Merkel wunderte sich in Berlin über den Verlust der Wählergunst im ehemaligen konservativen Kernland:

Angela Merkel:

"Selbst mit besten Wirtschaftsdaten, bei fast Vollbeschäftigung in fast allen Teilen Bayerns reicht das für die Menschen nicht aus, wenn es nichts gibt, was für die Menschen so wichtig ist, und das ist Vertrauen."

Die Allianz der konservativen christlichen Parteien hat sich in Grabenkämpfen zerschlissen: Seehofer wollte die drohenden Verluste am rechten Rand eindämmen, indem er sich selbst immer weiter nach rechts rückte. Im Ergebnis hat er seine Partei gespalten, dafür alle kleinen Parteien größer und besonders die Grünen stark gemacht.

Wolfgang Merkel, Politikwissenschaftler, ordnet sein:

"Die Kanzlerin wird weiterhin unter Druck geraten. Auf dem Parteitag im Dezember muss sie entscheiden, ob sie Parteichefin und Kanzlerin bleiben will. Wenn sie nur Kanzlerin bleibt, ist das schon der Anfang vom Ende. Sozusagen die Morgendämmerung des Kanzlerin. Deshalb glaube ich, dass sie auch weiterhin die Parteivorsitzende bleiben wird. Aber das bedeutet keine neuen Ideen, nichts Neues, nichts Kreatives. Am Ende wird es dasselbe sein wie vorher."