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35 Tonnen schwerer Finnwal in Belgien gestrandet

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35 Tonnen schwerer Finnwal in Belgien gestrandet

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REUTERS/Francois Lenoir
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In Belgien ist ein Finnwal angeschwemmt worden. Das Tier strandete in der Nähe des Ortes De Haan. Mit schwerem Gerät wurde es zerteilt, untersucht und abtransportiert. Finnwale gehören zu den größten Walspezies, sie kommen weltweit und auch in der Nordsee vor.

"Das Tier hat wenig Fett und ist ausgemergelt", beschreibt der Veterinärmediziner Thierry Jauniaux von der Uni Lüttich die Situation. Jauniaux war mit anderen Wissenschaftlern vor Ort, um den Wal zu inspizieren. Eine konkrete Todesursache konnten sie noch nicht feststellen: "Es gibt auch Hinweise auf ein Trauma", so Jauniaux, "jetzt werden wir schauen, ob es weitere Indizien gibt, beispielsweise auf einen Zusammenstoß mit einem Schiff."

Der angeschwemmte Wal hatte eine Länge von 18 Metern und wog rund 35 Tonnen. Wissenschaftler hatten ihn schon vor der Anlandung auf dem offenen Meer verfolgt.

Finnwale stehen auf der Roten Liste bedrohter Tierarten der Weltnaturschutzorganisation. In der Vergangenheit wurden sie durch die Jagd stark dezimiert. Verlässliche Bestandszahlen gibt es nicht, jedoch haben sich vermutlich Teile der Population in den vergangenen Jahren wieder etwas erholt.

Der gestrandete Wal lockte viele Schaulustige an.