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Irland: Präsidentschaftswahl und Blasphemiereferendum

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Irland: Präsidentschaftswahl und Blasphemiereferendum

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Irland hat aller Vorraussicht nach für die Abschaffung eines Blasphemie-Paragrafens gestimmt. Wie Umfragen des nationalen Rundfunks und der "Irish Times" ergaben, sprachen sich etwa 70 Prozent der Wählerinnen und Wähler am Freitag für die Abschaffung der Regelung aus, die Gotteslästerung unter Strafe stellt.

"Ich habe beim Blasphemie-Referendum mit 'Ja' gestimmt, weil ich finde, dass Irland sich von der Religion wegbewegen muss", so eine Frau. "Wir haben schon viele Fortschritte gemacht und darum geht es. Um Wandel für unsere jungen Menschen und für uns selbst."

"Lassen wir es doch so, wie es ist", sagt ein Mann. "Es hat niemandem geschadet und niemanden gekümmert. Niemand wurde je dafür verurteilt. Warum etwas reparieren, was nicht kaputt ist."

Die Irinnen und Iren stimmten zudem am Freitag über ihren neuen Präsidenten ab. Vorläufigen Auszählungsergebnissen zufolge kann sich Amtsinhaber Michael D. Higgins halten. Er bekam demnach über 50 Prozent der Stimmen. Sein stärkster Herausforderer Peter Casey kam laut vorläufigem Stand nur auf etwas mehr als 20 Prozent.