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Saudischer Außenminister zu Khashoggi: "Nichts damit zu tun"

Saudischer Außenminister zu Khashoggi: "Nichts damit zu tun"
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Der saudische Außenminister hat im Falle des verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi jegliche Verantwortung der Regierung seines Landes von sich gewiesen. Gegenüber dem US-Sender CNBC sagte er, Saudi-Arabien werde für schuldig erklärt, ohne dass die Fakten bekannt seien.

Man solle die Ergebnisse der Untersuchung abwarten, mahnte Abel al-Jubeir: "Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die Regierung Saudi-Arabiens nichts damit zu tun hat. Der Kronprinz hat rein gar nichts damit zu tun. Es handelt sich um eine Operation, die schief gelaufen ist, Menschen haben ihre Kompetenzen überschritten und etwas getan, dass sie nicht hätten tun sollen. Wir haben sehr deutlich gemacht, dass wir Untersuchungen führen, dass diejenigen, die dieses Verbrechen begangen haben, zur Rechenschaft gezogen werden und dass wir Abläufe überprüfen, damit so etwas nicht noch mal passiert. Genau das tun wir."

Tags zuvor kam Schützenhilfe vom US-Präsidenten: Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten würden im eigenen Interesse ein unerschütterlicher Partner Saudi-Arabiens bleiben. Eine Haltung, die auch in seiner eigenen Partei kritisiert wurde.

Al-Jubeir ist zuversichtlich, dass auch andere Partner sich nicht abwenden werden: "Ich glaube, dass ausländische Investoren anerkennen werden, dass wir den Weg der Reformen weitergehen, den Weg der Offenheit. Ausländische Investoren werden von den vielen Möglichkeiten in Saudi-Arabien profitieren wollen. Ich sehe nicht, dass sich da viel ändert."

Der US-Geheimdienst CIA geht davon aus, dass Khashoggi auf Befehl des saudischen Kronprinzen ermordet wurde. Die US-Regierung verhängte Sanktionen gegen 17 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter, nicht aber gegen Mitglieder des Königshauses in Riad.