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Europa: Tausende marschieren gegen Gewalt an Frauen

Europa: Tausende marschieren gegen Gewalt an Frauen
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Athen, Genf und auch Rom: In vielen europäischen Städten hat es am Vorabend des internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen Proteste gegeben. Unter dem Motto "Nicht eine mehr" gingen in der italienischen Hauptstadt mehrere Tausend Menschen auf die Straße. Ihre Slogans richteten sich auch gegen aktuelle Probleme in der italienischen Politik. So forderten sie etwa einen besseren Zugang zu Abtreibungen.

Es müsse ein generelles Umdenken geben, sagte eine Demonstrantin: "Wir werden geschlechtsspezifische Gewalt nur ändern, wenn wir die Kultur ändern. Solange wir Frauen als andersartige Subjekte betrachten, die weniger Rechte als Männer haben, werden wir geschlechtsspezifische Gewalt und Tötungen von Frauen nicht stoppen."

Auch in Frankreich wurde protestiert. In Paris kamen 12.000 Menschen zusammen. In vielen weiteren europäischen Städten versammelten sich ebenfalls insgesamt mehrere Tausend Frauen und Männer wie Kevin Arethuse. "Es ist wichtig, dass Männer aktiv werden, um Frauen zu zeigen, dass wir genug davon haben, ihnen weh zu tun, dass wir sie verstehen und unterstützen und an ihrer Seite stehen", so der Demonstrant. "Wir werden das schaffen. Wir werden gleichberechtigt sein und wir werden alle zusammen dafür kämpfen. Hand in Hand."

Die Demonstranten forderten unter anderem eine bessere Verfolgung von Sexualstraftätern. In Frankreich werden laut offiziellen Erhebungen jeden Tag etwa 250 Frauen vergewaltigt. 2016 wurden 123 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.