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COP24 in Polen: "Jeder Staat muss seinen eigenen Weg finden"

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COP24 in Polen: "Jeder Staat muss seinen eigenen Weg finden"

COP24 in Polen: "Jeder Staat muss seinen eigenen Weg finden"
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Die ganze Woche lang haben die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice darüber diskutiert, wie die Ziele des Pariser Klimaabkommens umgesetzt werden können und die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius gehalten werden kann. Die Zeit drängt. Ein in dieser Woche veröffentlichter Bericht von Klimaforschern besagt, dass die CO2-Emissionen 2018 im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit Jahren wieder um mehr als zwei Prozent steigen könnte.

Der Präsident des Klimagipfels, Michal Kurtyka: "Wir diskutieren nicht über das Ob, sondern über das Wie, was viel komplizierter ist. Was bedeutet es, wenn wir von einem 'national definierten Beitrag' sprechen? Was tragen die einzelnen Länder bei? Und wie überprüfen wir, dass die Zusagen eingehalten werden?"

Aber es geht nicht nur um Regierungen. Die Proteste gegen die geplante Erhöhung der Benzinsteuer in Frankreich zeigen, wie schwierig es ist, die Bevölkerung bei der Bekämpfung des Klimawandels an Bord zu holen. Eine pauschale Lösung dafür kann es nicht geben, so Kurtyka: "Jeder Staat muss seinen eigenen Weg finden, vorausgesetzt, dass wir uns alle auf ein gemeinsames Ziel einigen. Wir sind solidarisch, aber jeder geht seinen eigenen Weg. Es ist ein sehr wichtiger Gedanke dieses Gipfels und ein sehr wichtiger Wert in Polen, dass wir den Übergang schaffen und niemand auf der Strecke bleibt."

Großes Ziel des COP24 in Polen ist es, sich auf ein internationales Regelwerk zu einigen, in dem die nationalen Klimaziele festgelegt werden. Die fast 200 Staaten haben dazu noch bis kommenden Freitag Zeit.