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Weihnachtsstreik bei Amazon

Weihnachtsstreik bei Amazon
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In Deutschland streiken die Beschäftigten des Versandhandelsunternehmens Amazon. Betroffen sind die Werke in Werne und Leipzig, vergangene Woche gab es bereits Arbeitsniederlegungen in Rheinberg. Dass dies kurz vor den Festtagen geschieht, ist kein Zufall und hat bei den Amazon-Angestellten bereits Tradition. Weshalb streiken die Beschäftigten?

„...damit wir irgendwie bessere Arbeitsbedingungen bekommen und dass die Arbeit auch gewürdigt wird, um vielleicht auch mal Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zu bekommen - was uns zusteht", so ein Amazon-Mitarbeiter.

Der Gewerkschaft Verdi zufolge erhält ein Amazon-Mitarbeiter derzeit zwischen 400 bis 600 Euro Weihnachtsgeld. Dies sei rund 1000 Euro weniger als der Betrag, der im Tarifvertrag festgelegt sei. „Die Beschäftigten brauchen das Weihnachtsgeld, um beispielsweise ihre Versicherungen zu zahlen oder sich auch mal etwas außer der Reihe leisten zu können“, wird Silke Zimmer, Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel in Nordrhein-Westfalen, auf verdi.de zitiert.

Selbst wenn die Weihnachtspäckchen nicht rechtzeitig ankommen sollten: Diese Menschen in Werne haben Verständnis für den Streik.

„Ich würde es denen wirklich wünschen, dass die ihre Tarifverträge bekommen, weil das mit Sicherheit harte Arbeit ist", sagt eine Frau.

Ein Passant meint: „Viele Bürger möchten möglichst billig Waren, und das geht auf Kosten der Arbeitnehmer bei Amazon und der Zusteller, die nicht ihren gerechten Lohn bekommen."

Trotz des Streiks wirbt Amazon mit kurzen Lieferzeiten und der Zusicherung, im Einzelfall bis Heiligabend sogar innerhalb von weniger als 24 Stunden zuzustellen.