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Deutsche Rüstungsausfuhren eingebrochen

Deutsche Rüstungsausfuhren eingebrochen
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Deutsche Unternehmen haben in diesem Jahr deutlich weniger Rüstungsgüter ins Ausland verkauft als noch 2017. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden bis zum 13. Dezember Rüstungsausfuhren in Höhe von 4,6 Milliarden Euro genehmigt. 2017 waren es 6,2 Milliarden.

Der wichtigste Abnehmer deutscher Waffen und Rüstungsgüter ist Algerien. Auf den folgenden Plätzen stehen die Vereinigten Staaten, Australien und Saudi-Arabien. Im Rahmen des Falls Jamal Khashoggi verhängte Deutschland ein Ausfuhrverbot an Saudi-Arabien, schon im März beschlossenen Koalitionsvertrag war festgeschrieben worden, Länder, die unmittelbar am Krieg im Jemen beteiligt sind, nicht mit Rüstungsgütern zu versorgen.

Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) fordert nicht nur wegen des Einbruchs des Saudi-Arabien-Geschäftes Klarheit. Die deutschen Rüstungsunternehmen bräuchten einen „Vertrauensschutz, da ansonsten rein politische Themen auf ihrem Rücken ausgetragen würden“, so der BDSV-Geschäftsführer.

Die größten deutschen Waffenhersteller sind Rheinmetall, die Marinesparte von ThyssenKrupp sowie Krauss-Maffei Wegmann.