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Rumänen bauen ihre Krankenhäuser selber

Rumänen bauen ihre Krankenhäuser selber
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In Rumänien, eines der ärmsten Länder in der EU, kümmern sich Hilfsorganisationen um die private Finanzierung von Krankenhäusern und Straßen. 2019 übernimmt Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft.

Oana Gheorghiu und Carmen Uscatu haben mit ihrer NGO "Daruieste Viata", zu Deutsch "Leben geben", in drei Wochen vier Millionen Euro für ein Kinderkrebskrankenhaus in Bukarest gesammelt. Oana Gheorghiu: "Wenn so viele Menschen für ein Krankenhaus spenden, dann bedeutet das etwas. Es ist nicht normal, dass eine NGO das erste Krankenhaus in den letzten 30 Jahren baut. Das ist ein Schlag ins Gesicht des rumänischen Staates, der seinen Aufgaben nicht nachkommt."

NOGs übernehmen in Rumänien öffentliche Aufgaben

Ebenfalls in Bukarest bauen Freiwillige, organisiert von der NGO MagicCamp, eine Unterkunft für Familien von krebskranken Kindern. Mehr als eine Million Menschen spendeten Geld für die Renovierung des Hauses. Vlad Voiculescu von der NGO MagicCamp: "Diese Projekte, sind etwas anderes, als das, was NGOs in anderen Ländern normalerweise tun. Hier versuchen sie, die Versäumnisse des rumänischen Staates auszugleichen."

Obwohl die Überlebenschancen bei Krebserkrankungen in Rumänien zu den geringsten in Europa gehören, betragen die Gesundheitsausgaben vom rumänischen Bruttoinlandsprodukt weniger als ein Drittel des EU-Durchschnitts. Vor vier Jahren hatten die Behörden angekündigt, neue Krankenhäuser mithilfe von EU-Mitteln zu bauen - bisher ist noch nichts passiert.