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Russland präsentiert umstrittene Raketen

Russland präsentiert umstrittene Raketen
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Die russische Armeeführung hat jetzt vor ausländischen Militär-Experten ihre umstrittenen Marsch-Flugkörper vom Typ SSC-8 vorgeführt. Die USA hatten von Moskau die Zerstörung der SSC-8 gefordert und dafür Anfang Dezember ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt. Nach Ansicht der US-Regierung und der NATO breche Russland mit dem Raketensystem den INF-Vertrag über den Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen.

Die SSC-8 sei mobil einsetzbar, lasse sich mit atomaren Sprengköpfen bestücken und könne europäische Städte erreichen, so die NATO.

"Wir hoffen, dass die objektiven und technischen Details, die wir heute vorgestellt haben und unsere Position, die wir dazu haben, den Gedankenprozess in den USA befördern," sagte der stellvertretende russische Außenminister Sergei Ryabkov, "das sollte uns eine weitere Chance zu Gesprächen bieten, um den INF-Vertrag zu retten."

Die INF-Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und der damaligen Sowjetunion aus dem Jahr 1987 verbietet beiden Parteien den Bau und den Besitz landgestützter, atomar bewaffneter Marschflugkörper und Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern. Nach russischen Angaben fliegt die Rakete weniger als 500 Kilometer weit.

Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Ryabkov betonte, dass Russland es ablehnt, auf US-Ultimaten zu hören, berichtete Euronews-Reporterin Galina Polonskaya, und: "Man habe auch nicht vor, auf diese Marschflugkörper zu verzichten, wegen derer die USA mit der Aufkündigung des INF-Vertrages drohten."