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Ecuador: Militärintervention in Venezuela "keine Option"

Ecuador: Militärintervention in Venezuela "keine Option"
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Knapp eine Woche hat Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro noch Zeit, Neuwahlen auszurufen. Sonst werden mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, seinen Gegenspieler Juan Guaido als Übergangspräsidenten anerkennen. Andere Staaten haben das bereits getan – auch Ecuador. Euronews hat sich mit Außenminister José Valencia getroffen und ihn gefragt, was er vom Ultimatum der Europäer hält.

euronews: Kann das Ultimatum etwas bewirken? Macht es überhaupt Sinn, Maduro zu freien Wahlen aufzufordern?

José Valencia: "Wichtiger als diese Deadline wäre es, konkrete Schritte zu unternehmen, damit in Venezuela so schnell wie möglich Neuwahlen stattfinden. Das war auch unsere Absicht, als wir Guaidó als Interimspräsident anerkannt haben. Wir dachten, so eine Öffnung, eine Lösung in die Wege leiten zu können.

Letztendlich sind es die Venezolaner, die ihre Probleme lösen müssen. Aber die Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft ist von großer Bedeutung. Wir in Ecuador sind für Neuwahlen – organisiert von Venezolanern, aber mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und Wahlbeobachtern.“

euronews: Angenommen all diese Forderungen der internationalen Gemeinschaft bleiben ignoriert: Halten Sie eine Militärintervention für sinnvoll? Und würde sich Ihr Land an einer solchen beteiligen?

"Auf keinen Fall. Für Ecuador ist ein militärisches Eingreifen keine Option. Wir sind der Meinung, dass politische Probleme mit friedlichen Mitteln gelöst werden müssen, ausschließlich mit demokratischen Mitteln".

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