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Hungern für die Branche: Madrids Taxifahrer gegen die alternativen Anbieter

Hungern für die Branche: Madrids Taxifahrer gegen die alternativen Anbieter
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Mariana Valencia steigt in ihr Taxi. Aber nicht, um Fahrgäste durch Madrid zu kutschieren, Mariana Valencia streikt. Wie viele ihrer Kollegen in Spanien protestiert sie gegen die alternativen Fahrdienstvermittler wie Uber und Cabify. Seit es die gibt, leiden die Taxifahrer unter Kundenschwund.

Seit 2014 habe sich das Fahrtaufkommen mehr als halbiert, berichtet Valencia. Die alternativen Anbieter seien weitaus weniger reguliert: "Ihre Arbeitszeiten sind nicht geregelt, sie haben nicht all diese Auflagen für die Wahl ihrer Autos. Unsere Autos müssen von der Stadtverwaltung abgesegnet werden."

Knapp 16 000 Taxilizenzen gibt es in der Hauptstadt Madrid, dem stehen etwa 6 500 Genehmigungen für die alternativen Fahrdienste gegenüber. Die Taxifahrer bemängeln, dass diese unter anderen Bedingungen arbeiten dürfen.

Seit September sind die Regionalregierungen für die Gesetzgebung der Branche zuständig. Inzwischen hat der Oberste Gerichtshof ein Verhältnis von 1:30 zwischen offiziellen Taxis und alternativen Anbietern bestätigt, als Begründung dient der öffentliche Versorgungsauftrag der Taxis.

Unsere Körper mögen schwächer werden, aber unser Wille ist stärker als je zuvor
Concha Guardado
Taxifahrerin

Mariana Valencia besucht ihre Kollegin Concha Guardado. Die hat eine extreme Form des Protests gewählt, den Hungerstreik. "Jeden Tag können wir Druck auf die Regionalregierung ausüben", sagt Guardado, die in einem Zelt auf dem Mittelstreifen einer gro´ßen Straße demonstriert. "Unsere Körper mögen schwächer werden, aber unser Wille ist stärker als je zuvor." Ihre Form des Protestes hat sie bereits ins Krankenhaus gebracht.

Doch der Protest beschert den Taxifahrern noch weitere Probleme. Seit Beginn der Streiks laden sich mehr und mehr Menschen die Apps der alternativen Anbieter auf ihre Handys.